Wenn am Freitagabend in der Göppinger Innenstadt die Küchen um 22 Uhr in den Endspurt gehen, läuft im Hintergrund seit Jahrzehnten dasselbe Netzwerk. Profi-Köchinnen und -Köche, die sich kennen, weil sie zusammen Ausbildungen gemacht haben, Wettbewerbe gefahren sind, in WMF-Betriebsrestaurants oder Hotels an den Drei Kaiserbergen gekocht haben. Der Köcheverein Göppingen e.V. ist das organisierte Gerüst dieses Netzwerks, seit 1974, mit Zweigvereinsnummer 706 im Verband der Köche Deutschlands.
Für Singles in der Branche ist das mehr als Vereinsfolklore. Wer im Filstal jemanden kennenlernen will, der den Schichtdienst nicht erklärt bekommen muss, hat hier den kürzesten Weg.
Köcheverein Göppingen, die Eckdaten
Der Verein wurde 1974 gegründet und ist als Zweigverein 706 dem Landesverband der Köche Baden-Württemberg zugeordnet. Damit gehört er zur Familie des Verbandes der Köche Deutschlands, dem mit Abstand größten Berufsverband der Branche. Rund 60 aktive Mitglieder arbeiten in Restaurants, Hotels, Großküchen und Betriebsgastronomien zwischen Eislingen, Geislingen, Göppingen, Ebersbach und Süßen.
Der Vorstand ist überschaubar und arbeitsam besetzt. Erster Vorsitzender ist Bernd Walter aus Ebersbach an der Fils, erreichbar über die offizielle Vereinsadresse Kirchheimer Straße 11. Zweiter Vorsitzender ist Markus Jüngert, der das Betriebsrestaurant der WMF AG in Geislingen leitet, eine der prägenden Adressen für Großküchen-Profis im Kreis. Martina Herb aus Süßen kümmert sich als Jugendleiterin um den Nachwuchs, Ulrike Schmidt aus Eschenbach hält als Schriftführerin die Geschäftsstelle zusammen.
Drei Veranstaltungsmarken prägen das Jahr. Das Kürbisfest ist die öffentlich sichtbare Visitenkarte des Vereins. Der Prisecco-Pokal trägt das Thema alkoholfreier Speisenbegleitung in die Servicekultur. Der DEHOGA-Service-Wettbewerb läuft seit 2015 als Kooperationsformat mit dem Branchenverband und ist die wichtigste Bühne für junge Servicekräfte im Landkreis.
Warum ein Köcheverein ein realer Single-Hub ist
Klingt zunächst nach Berufsfolklore, hat aber eine handfeste Logik. In einer Branche, in der man montags frei hat und sonntags arbeitet, scheitern klassische Dating-Wege fast immer am Kalender. Wer abends um halb zwölf Feierabend macht, geht weder ins Kino noch zum Speed-Dating um 19 Uhr.
Ein Verein wie der ZV 706 löst genau dieses Logistik-Problem. Vereinsabende, Wettbewerbe, Workshops und gemeinsame Auftritte beim Kürbisfest finden in einem Takt statt, der zur Branche passt. Und sie bringen Menschen zusammen, die alle denselben Berufskontext teilen. Köche, Köchinnen, Servicekräfte, Auszubildende, Quereinsteiger. Das ist der direkteste Weg, im Filstal jemanden mit demselben Lebensmodell zu treffen.
Ergänzend lohnt sich der Schritt auf eine Branchen-Plattform wie Gastrosingles. Die Kombination aus analogem Vereinsnetzwerk und digitalem Match-Pool ist das, was im Schichtdienst tatsächlich funktioniert. Wer dazu Hintergrund sucht, findet ihn unter Partnersuche für Köche.

