Sachsen ist mehr Gastgewerbeland, als viele denken. Zwischen Dresdner Elbufer, Leipziger Messehallen und den Kammhöhen des Erzgebirges arbeitet eine ganze Branche, die ohne ihren Landesverband politisch kaum sichtbar wäre. DEHOGA Sachsen bündelt rund 7.000 Mitgliedsbetriebe, vertritt sie im Sächsischen Landtag und sortiert die Interessen zwischen Sterne-Küche, Pensionswirt und Messehotellerie. Wer im Freistaat kocht, kellnert oder ein Hotel führt, kommt an diesem Verband nicht vorbei. Diese Cluster-Page zeigt dir Struktur, Köpfe und aktuelle Themen, und warum der Verband für dich als Wirt, Köchin oder Hotelfachkraft mehr ist als ein Briefkopf in Dresden.
DEHOGA Sachsen: Zahlen & Fakten
DEHOGA Sachsen, mit vollem Namen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Sachsen e.V., vertritt rund 7.000 Mitgliedsbetriebe und gehört damit zu den mittelgroßen Landesverbänden unter dem Dach des DEHOGA-Bundesverbandes. Sitz ist Dresden, die Hauptgeschäftsstelle liegt zentral in der Landeshauptstadt, in Reichweite zum Sächsischen Landtag und zur Altstadt.
Die Mitgliederbasis ist breit gefächert. Sie reicht vom Familienhotel im Erzgebirge über Pensionen in der Sächsischen Schweiz und Weingutsrestaurants an der Sächsischen Weinstraße bis zu Sterne-Adressen in Dresden und Boutique-Hotellerie in Leipzig. Catering-Unternehmen, Eventgastronomie rund um Striezelmarkt und Leipziger Buchmesse sowie klassische Stadtgastronomie kommen dazu.
Unterhalb der Landesebene arbeitet der Verband mit drei regionalen Schwerpunkten: Dresden mit Sächsischer Schweiz und Elbtal, Leipzig mit Nordsachsen und Messeprofil, Chemnitz mit Erzgebirge und Vogtland. Jede dieser Regionen bringt eigene Themen mit. Dresden lebt von Kulturtourismus und Weihnachtsmärkten, Leipzig von Messe und Buchmesse, Chemnitz und Erzgebirge von Wintertourismus, Bergmannsweihnacht und UNESCO-Welterbe Montanregion.
Auch wirtschaftlich ist die Branche kein Randthema im Freistaat. Tourismus und Gastgewerbe gehören zu den größeren Arbeitgebersektoren in Sachsen, mit zehntausenden sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und einem hohen Anteil an Teilzeit- und Saisonkräften. Diese Zahlen liefern dem Verband das Gewicht, mit dem er in Dresden auftritt.
DEHOGA Sachsen: Aufgaben & Schwerpunkte
Der Verband ist Arbeitgeberverband, Lobbyist und Servicestelle in einem. Politisch sitzt er bei jeder Anhörung im Sächsischen Landtag mit am Tisch, wenn es um Gastgewerbe, Tourismus oder Arbeitsmarkt geht. Tarifpartner ist die Gewerkschaft NGG, mit der regelmäßig die Lohnabschlüsse für Sachsens Köche, Hotelfachkräfte und Servicekräfte verhandelt werden.
Im Tourismus ist DEHOGA Sachsen eine Schlüsselfigur. Die Sächsische Schweiz mit ihrem Nationalpark, das Erzgebirge mit UNESCO-Status als Montanregion Erzgebirge/Krusnohori und die Sächsische Weinstraße mit Schloss Wackerbarth als Aushängeschild sind drei Tourismus-Marken, an denen die Branche hängt. Der Verband arbeitet eng mit der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen zusammen und mischt sich ein, wenn neue Tourismusstrategien oder Förderprogramme im Landtag verhandelt werden.
Saisonal sind zwei Großereignisse politisch besonders heiß. In Dresden ist es der Striezelmarkt, einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands, der jährlich über zwei Millionen Besucher zieht und die Gastronomie der Altstadt trägt. In Leipzig ist es die Buchmesse, die jedes Frühjahr Hotellerie, Catering und Eventgastronomie auf Hochtouren bringt. Dazu kommen Klassiker wie AUTO MOBIL INTERNATIONAL und Veranstaltungen rund um die Völkerschlacht-Erinnerung, die Leipziger Hotels und Restaurants stützen.
Servicethemen gehören genauso zum Alltag des Verbandes. Rechtsberatung für Mitglieder, Musterarbeitsverträge, Hilfen bei Hygiene- und Brandschutzauflagen, Beratung bei Betriebsübergaben, dazu Fortbildungen für Führungskräfte. Wer im sächsischen Gastgewerbe einen Betrieb führt, holt sich hier oft die erste Antwort, bevor er einen Anwalt anruft. Auch bei Themen wie Energieabrechnung, Lieferanten-Konditionen und Versicherung tritt der Verband als Verhandlungspartner gegenüber Großkunden auf und sichert Mitgliedern Rabatte, die ein Einzelbetrieb nie aushandeln könnte.







