Nordrhein-Westfalen ist gastronomisch kein Einheitsbrei, und das spiegelt sich auch im Verband. Während DEHOGA Nordrhein das Rheinland vertritt, kümmert sich DEHOGA Westfalen um den anderen großen Landesteil: das Gebiet zwischen Ruhrgebiet, Münsterland und Sauerland. Beide zusammen bilden den Landesverband DEHOGA NRW.
Welche Region DEHOGA Westfalen vertritt
Zuständig ist der Verband für die Regierungsbezirke Arnsberg und Münster. Das umfasst das östliche Ruhrgebiet rund um Dortmund, das weite Münsterland im Norden, das Sauerland mit seiner Hotellerie und das Siegerland im Süden. Ein Detail, das oft durcheinandergeht: Ostwestfalen-Lippe mit Bielefeld und Detmold gehört nicht dazu, sondern hat einen eigenen Verband.
Die Geschäftsstelle sitzt in Hamm, ungefähr mittig zwischen Ruhrpott und Münsterland. Von dort organisiert der Verband Beratung, Tarifthemen und die Bezirksarbeit für die westfälischen Betriebe in Hotellerie und Gastronomie.
Ein Land, ein Tarif, zwei Landesteile
Auch wenn Nordrhein und Westfalen eigene Regionalverbände haben, treten sie bei den großen Fragen gemeinsam auf. Mehrwertsteuer auf Speisen, Fachkräftemangel und Bürokratie verhandelt der Landesverband DEHOGA NRW gegenüber der Landespolitik in Düsseldorf.
Das gilt auch fürs Gehalt. Den Tarifvertrag für das Gastgewerbe schließt DEHOGA NRW mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ab, und er gilt landesweit — in Dortmund genauso wie in Köln. Der letzte Entgelttarifvertrag lief bis zum 31. Mai 2026 und wird derzeit neu verhandelt. Bis ein Anschlusstarif steht, ist der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde die Untergrenze. Die Median-Gehälter der einzelnen Gastro-Berufe stehen weiter unten in der Tabelle.







