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Entremetier Partnersuche: Entremetier bei der Gemüse-Mise-en-place
berufsbilder2026-05-23

Entremetier sucht Partnerin: Singles am Gemüseposten

Am Entremetier-Posten läuft die halbe Karte zusammen, Gemüse, Suppen, Beilagen, alles deins. Wer steht abends auf dich? Posten-Köche finden hier Partnerinnen mit Gastro-Verständnis.

Symbolbild: Gastrosingles
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Was unterscheidet einen Entremetier von Saucier und Garde Manger?

Der Saucier ist für Fleischgerichte und warme Saucen zuständig und gilt in der klassischen Escoffier-Brigade als höchster Posten unter dem Sous Chef. Der Garde Manger kocht kalt: Vorspeisen, Salate, Terrinen, Aufschnitt. Der Entremetier sitzt dazwischen. Er macht alles, was warm ist und nicht Fleisch: Gemüse, Suppen, Eier, Pasta, Risotto, Beilagen. In einer kleinen Brigade übernimmt er oft auch Fischgerichte. Sein Posten ist breiter als der vom Saucier, aber niedriger eingestuft.

Der Entremetier ist der Posten, über den am wenigsten geredet wird und ohne den kein Teller funktioniert. In der klassischen Brigade nach Auguste Escoffier sitzt er zwischen Saucier und Garde Manger und verantwortet alles, was warm ist und nicht aus dem Schlachthof kommt. Gemüse, Suppen, Eierspeisen, Pasta, Risotto, Beilagen. Wenn du das Fundament eines Hauptgangs auseinandernimmst, bleibt am Ende sein Posten übrig. Genau deshalb ist Entremetier in vielen Küchen der Karrierestart für ambitionierte Kochs nach der Lehre. Du lernst hier mehr Techniken als an jedem anderen Posten, weil dein Aufgabenfeld so breit ist. Wer das durchhält, kann später überall arbeiten. Dieser Text fasst zusammen, was der Job konkret ist, was er zahlt, wie du dort hinkommst und welche Karrierewege offen stehen, inklusive der Realität zu Schichten, Partnersuche und gesundheitlichen Anforderungen.

Was macht ein Entremetier?

Der Entremetier deckt den größten Aufgabenbereich der Brigade ab. Morgens beginnt er mit der Mise en Place für den Mittag- und Abendservice. Dazu gehören das Putzen und Vorbereiten von Gemüse, das Blanchieren von Beilagen, das Ansetzen von Brühe und Suppen, das Kochen von Stocks für Risotto, das Schneiden von Kräutern und das Portionieren aller Komponenten in Service-Behälter. Wer am Entremetier-Posten arbeitet, hat selten weniger als 30 verschiedene Komponenten in der Vorbereitung.

Im Service steht er meist links neben dem Saucier am Herd. Wenn ein Hauptgang aufgerufen wird, liefert er die warme Beilage zu, gibt die Sauce-Hochzeit frei und richtet bei Bedarf die vegetarischen Hauptgänge selbst aus. In kleineren Brigaden übernimmt der Entremetier zusätzlich Fischgerichte oder vegetarische Tagesgerichte. In großen Häusern gibt es eigene Sub-Posten wie den Potager, der nur für Suppen zuständig ist, oder den Legumier für Gemüse. In den meisten deutschen Restaurants laufen diese Aufgaben aber alle über einen Entremetier-Posten.

Sein Werkzeugkasten ist breit: Sous-vide, Rösten, Dämpfen, Pochieren, Glasieren, Schmoren, Fermentieren. Wer hier zwei Jahre Vollgas gibt, beherrscht das gesamte Fundament der klassischen Küche.

Ein typischer Posten-Aufbau sieht so aus: links die Schneidebretter und Mise-en-Place-Boxen, mittig der Herd mit vier bis sechs Flammen, rechts die Salamander- und Dämpfer-Station. Im Service stehen vor dir die Gueridon-Platten, auf denen du anrichtest, und dahinter die Pass-Station, an der der Sous Chef die fertigen Teller kontrolliert. Wer das System einmal verstanden hat, arbeitet am Entremetier-Posten in derselben Logik in jeder Küche weltweit.

Ausbildung und Weg zum Entremetier

Eine eigene Entremetier-Ausbildung gibt es in Deutschland nicht. Du machst die Kochlehre nach IHK, drei Jahre dual, und durchläufst in dieser Zeit alle Posten der Küche. Wer in einem ambitionierten Haus lernt, sieht in der Lehre schon, wie der Entremetier-Posten funktioniert, und kann sich gezielt darum bewerben.

Nach der Prüfung steigst du als Commis ein, der Lehrling unter den fertigen Kochs. Nach zwölf bis vierundzwanzig Monaten bekommst du einen festen Posten zugewiesen, oft den Entremetier, weil er als Lern-Posten gilt. Hier zeigt sich, ob du das Tempo der Küche packst und mehrere Komponenten parallel sauber abliefern kannst.

Wer schneller vorwärts will, macht ein Stage in einem Sterne-Restaurant. Vier bis acht Wochen ohne oder mit minimaler Bezahlung, dafür ein Eintrag im Lebenslauf, der jede Tür öffnet. In Frankreich und der Schweiz ist diese Stage-Kultur fest etabliert. Eine Weiterbildung zum Küchenmeister IHK kostet zwischen 6.000 und 9.000 Euro, dauert ein bis zwei Jahre und ist Pflicht für den Sprung in die Selbständigkeit.

Gehalt: Was verdient ein Entremetier?

Das Gehalt liegt im Mittelfeld der Brigade. In einem normalen Restaurant verdienst du als Entremetier zwischen 2.300 und 2.700 Euro brutto pro Monat. Hotel-Restaurants der gehobenen Klasse zahlen zwischen 2.600 und 3.100 Euro. In Sterne-Häusern startet der Posten bei rund 2.800 Euro brutto und kann je nach Erfahrung und Stadt auf 3.500 bis 4.200 Euro klettern.

DEHOGA-Tarifverträge liegen am unteren Rand dieser Spanne. Freie Häuser, vor allem in München, Hamburg und Berlin, zahlen oft 200 bis 400 Euro über Tarif, weil der Fachkräftemangel hart durchschlägt. Trinkgeld gibt es am Posten selten direkt, in vielen Restaurants wird Tronc geteilt und du bekommst 50 bis 200 Euro pro Monat dazu.

Wer als Chef Entremetier in einem großen Hotel mit Bankett-Betrieb arbeitet, kann mit Verantwortung für mehrere Junior-Posten auf 3.800 bis 4.500 Euro kommen. In der Schweiz liegen die Gehälter rund 40 Prozent höher, in Frankreich oft 20 Prozent niedriger. Sterne-Häuser in Paris zahlen wenig, geben dafür Reputation.

Karriere-Pfade vom Entremetier-Posten aus

Der nächste Schritt nach dem Entremetier ist klassisch der Saucier. In der Escoffier-Brigade ist der Saucier-Posten der höchste unter dem Sous Chef, weil Fleisch und Saucen als technisch anspruchsvollste Aufgabe gelten. Wer den Sprung schafft, ist auf dem direkten Weg zum Sous Chef und später zum Küchenchef.

Ein zweiter Weg führt in die Hotellerie. Bankett-Küchen in großen Hotels brauchen erfahrene Entremetiers, weil sie täglich mehrere hundert Portionen Beilagen und Gemüse liefern müssen. Hier ist die Bezahlung oft besser, die Kreativität aber geringer.

Ein dritter Pfad ist die Spezialisierung. Vegetarische und vegane Küche ist in den letzten Jahren explodiert, und Entremetiers sind die natürlichen Spezialisten dafür. Wer sich auf Pflanzenküche fokussiert, kann in Restaurants mit komplett vegetarischer Karte zum Küchenchef aufsteigen oder sich als Berater und Rezeptentwickler selbständig machen.

Wer den Sous Chef-Pfad anpeilt, sollte zwei bis drei Jahre Entremetier hinter sich haben und dann auf den Saucier wechseln. Wer breit bleiben will, bewirbt sich als Chef de Partie mit Verantwortung für mehrere Posten gleichzeitig.

Ein vierter, oft übersehener Weg führt in die Gemeinschaftsverpflegung gehobener Klasse. Konzern-Kantinen großer DAX-Unternehmen, Klinik-Küche oder Bordverpflegung in der Bahn und auf Kreuzfahrtschiffen suchen erfahrene Entremetiers für geregelte Arbeitszeiten und Tariflohn mit Wochenend-Zuschlägen. Wer Familie plant oder die Doppelschicht satt hat, findet hier eine echte Alternative ohne komplettes Karriere-Reset.

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Brigade: Entremetier vs. Saucier vs. Garde Manger vs. Patissier

Die klassische Brigade nach Escoffier teilt die Küche in feste Posten auf. Der Saucier verantwortet Fleisch und warme Saucen und ist hierarchisch der höchste Posten unter dem Sous Chef. Der Garde Manger arbeitet kalt: Vorspeisen, Salate, Terrinen, Aufschnitt, Buffet. Der Patissier ist Dessert-Spezialist und arbeitet meist in einer eigenen Sektion mit Frühschicht.

Der Entremetier sitzt geografisch und funktional in der Mitte. Er liefert die warmen Komponenten zu, die kein Fleisch sind. Sein Posten ist breiter als der vom Saucier, aber niedriger eingestuft. In kleinen Küchen verschwimmen die Grenzen, in Sterne-Häusern werden sie strikt eingehalten. Wer die Brigade verstehen will, sollte den Posten als Bindeglied sehen, ohne das die anderen Posten nicht funktionieren.

Historisch wurde die Brigade von Escoffier Ende des 19. Jahrhunderts im Savoy in London und im Ritz in Paris entwickelt. Damals arbeiteten in Grandhotel-Küchen bis zu 80 Kochs gleichzeitig, und ohne klare Posten-Trennung wäre der Service zusammengebrochen. Auch heute folgt fast jede gehobene Küche dieser Logik, selbst wenn die Posten in kleinen Restaurants zusammengelegt werden.

Arbeitsalltag und Schichten

Ein typischer Tag startet gegen 9 oder 10 Uhr morgens mit Lieferungsannahme und Mise en Place. Bis 13 Uhr ist die Vorbereitung abgeschlossen, dann läuft je nach Haus der Mittagsservice. Zwischen 14 und 17 Uhr gibt es eine Pause, oft mit Familienessen für die Brigade. Ab 17 Uhr beginnt die Vorbereitung für den Abend, ab 18.30 Uhr läuft der Service.

Feierabend ist zwischen 23 Uhr und 1 Uhr nachts, in Hotels mit später Bar auch erst um 2 Uhr. Wochenende ist Hochbetrieb, freie Tage liegen meist Montag und Dienstag. Im Service kommuniziert der Entremetier permanent mit Saucier, Garde Manger und Sous Chef über Pickups, Sonderwünsche und Allergien. Wer hier nicht laut und klar ruft, blockiert die ganze Linie.

Körperlich ist der Posten anspruchsvoll. Du stehst neun bis elf Stunden am Stück, trägst Töpfe mit zehn Liter Brühe, hebst Gemüselieferungen ab Rampe. Rückenschmerzen, Knieprobleme und Verbrennungen gehören zum Alltag. Wer den Posten dauerhaft macht, achtet auf gutes Schuhwerk, Stützgurte und genug Schlaf. Ohne diese Basics ist nach drei Jahren Schluss.

Entremetier und Partnersuche

Diese Schichtrealität ist der Grund, warum so viele Entremetiers branchen-intern daten. Wenn dein Wochenende immer Hochbetrieb ist, dein Feierabend immer nach Mitternacht liegt und du Montag und Dienstag frei hast, fällt jeder klassische Date-Rhythmus aus. Kino am Samstag, Brunch am Sonntag, Restaurant am Freitagabend? Findet ohne dich statt. Wer trotzdem eine Beziehung will, hat zwei Optionen: einen Partner außerhalb der Branche, der den Rhythmus aushält, oder einen Partner aus der Gastro selbst.

Branchen-intern hat den Vorteil, dass dein Gegenüber den Schichtdienst von innen kennt. Niemand fragt dich um 14 Uhr, warum du gestern nicht ans Handy gegangen bist. Niemand erwartet, dass du am Samstagabend zu seiner Familienfeier kommst. Niemand muss erklärt bekommen, was Mise en Place bedeutet. Das macht den Alltag leichter, hat aber auch eine Schattenseite: Wenn beide in der Küche stehen, sieht man sich oft tagelang nicht. Gemeinsame freie Tage zu organisieren ist Arbeit.

Konkrete Ansatzpunkte für Entremetiers gibt es auf den Themen-Seiten zur Partnersuche für Köche, die den Schichtdienst und die Kommunikation in einer Beziehung mit Kochs behandelt, und auf der Übersicht Partnersuche in der Gastronomie, die alle Berufe der Branche zusammenführt. Wer den nächsten Karriereschritt schon im Kopf hat, findet auf der Seite Sous Chef sucht Frau konkrete Profile von Kochs, die genau diesen Weg gehen wollen.

Ein Tipp aus der Praxis: Gib auf dem Profil nicht nur den Posten an, sondern auch die Schichtrealität. Wer schreibt "Entremetier, frei Montag und Dienstag, sucht jemanden, der das aushält", bekommt weniger Matches, aber bessere. Ehrlichkeit am Anfang spart Monate später den schmerzhaften Schlussstrich.

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Das Wichtigste

  • Entremetier ist der Posten für Gemüse, Suppen, Eierspeisen, Pasta und Beilagen, alles Warme außer Fleisch und Fisch.
  • Keine eigene Ausbildung in Deutschland: Du lernst Koch IHK und spezialisierst dich danach in der Brigade.
  • Gehalt liegt zwischen 2.300 Euro im Restaurant und 4.200 Euro im Drei-Sterne-Haus.
  • Karrierestart-Posten: breiteste technische Grundlage, von hier geht es klassisch zum Saucier.
  • Doppelschicht ist Standard, Wochenende ist Hochbetrieb, freie Tage Montag und Dienstag.
  • Spezialisierung auf vegetarische und vegane Küche öffnet neue Karrierewege.

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Häufige Fragen

Tommy Honold — Autor beim Gastrosingles Magazin

Tommy Honold

Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte

Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.

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