Es ist Abend in Papenburg, einer Stadt, die im Schatten der Meyer-Werft groesser denkt als andere Mittelstaedte. In einer Veranstaltungskueche stehen rund 15 Berufskoechinnen und Berufskoeche, jemand bereitet Matjes nach klassischer Art zu, daneben pariert eine Kollegin ein Stueck Krabbenfleisch aus Greetsiel. Kein Servicedruck, kein Schichtbeginn. Das hier ist Vereinsleben im Verein der Koeche Ostfriesland und Papenburg.
Zahlen und Fakten zum Verein
Der Verein der Koeche Ostfriesland und Papenburg e.V. ist Zweigverein ZV310 im VKD-Landesverband Niedersachsen. Erste Vorsitzende ist Ute Janssen, zweiter Vorsitzender ist Christian Mutter, der gleichzeitig als Kontaktperson fungiert und unter Tel 04944 949610 erreichbar ist. Die Kasse fuehrt Wesseline Bluwatsch, Schriftfuehrer ist Robert Peris. Als Jugendbeauftragte sind Renate Mueller-Luecht, Michael Kunst und Luca-Florian Cones aktiv. Damit hat der Verein eine breit aufgestellte Vorstandsetage, die ueber Pflichtposten hinaus auch Nachwuchsfoerderung strukturell verankert.
Die Mitgliederzahl liegt bandbreitig bei rund 50 bis 80 Berufskoechinnen und Berufskoechen. Damit ist der Verein einer der mittleren bis groesseren Zweigvereine im Landesverband Niedersachsen und stark genug, eigene Veranstaltungen und Wettbewerbe zu tragen. Eine eigene Vereinsdomain unter vko-online.de gibt dem Verein eine sichtbare Online-Praesenz, was im Vergleich zu anderen Stadtstaat- oder Flaechenvereinen nicht selbstverstaendlich ist.
Wettbewerbe und Vereinsleben
Der Verein veranstaltet eigene Wettbewerbe, darunter den dokumentierten Matjes-Wettbewerb, der ostfriesische Identitaet kulinarisch zum Markenzeichen macht. Daneben beteiligen sich Mitglieder an Landes- und Bundeswettbewerben des VKD und stellen regelmaessig Plaetze in Pruefungsausschuessen. Fachabende, Exkursionen und gemeinsames Kochen ergaenzen das Bild. Themen reichen von Krabbenverarbeitung ueber Wattfischerei bis zu Wildbret aus dem Emsland und Spezialitaeten der Klosterkueche.
Die Jugendbeauftragten markieren einen Schwerpunkt, der nicht jeder Zweigverein in dieser Form leistet. Auszubildende werden bei Wettbewerben aktiv begleitet, der Uebergang vom Lehrling zum aktiven Vereinsmitglied wird strukturell angelegt. Das stuetzt den Nachwuchs in einer Region, die wegen der peripheren Lage ohnehin um qualifizierte Fachkraefte konkurriert.

