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Ein Sechs-Gang-Menü für mehrere Hundert Euro – und danach kocht sich Daniel Gottschlich zuhause Nudeln. Der Zwei-Sterne-Koch aus Köln ist das beste Argument gegen das Klischee des abgehobenen Sternekochs.
Daniel Gottschlich: Vom Elektriker zum Zwei-Sterne-Koch
Der erste Umweg führte über Kabel und Drähte. Daniel Gottschlich, geboren am 16. November 1982 in Troisdorf bei Köln, wollte schon immer Koch werden – machte aber erst eine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker. Nach kurzer Zeit war klar: Das ist nicht sein Leben.
2003 der Neustart. Gottschlich absolvierte seine Kochlehre im Steigenberger Grandhotel Petersberg in Königswinter, wurde Souschef im legendären Kölner Brauhaus Früh. Dann, 2010, das eigene Restaurant: Das Ox & Klee eröffnet in einem Souterrain in der Kölner Neustadt-Süd mit gerade mal 26 Plätzen.
Fünf Jahre später der erste Michelin-Stern. 2016 zog Gottschlich ins Kranhaus im Rheinauhafen um – 2019 erkochte er den zweiten Stern dazu. Sein Konzept: „The Art of Taste". Sechs Grundgeschmäcker, sechs Gänge, alle Sinne einbezogen. Dazu Licht, Sound, Aromen. „Fine dining is dead!" – sein Lieblingssatz, der alles auf den Kopf stellt.







