Am 23. Juni 2026 versammelte sich die deutsche Spitzengastronomie im Gesellschaftshaus des Palmengartens in Frankfurt. Dort vergab der Michelin Guide Deutschland 2026 seine neuen Sterne. Das Ergebnis: ein neues Drei-Sterne-Restaurant, vier neue Zwei-Sterne-Restaurants, 20 neue Ein-Sterne-Restaurants. Michelin Guide Deutschland 2026 zählt damit 339 Sternerestaurants im ganzen Land.
Drei Sterne für L.A. Jordan: Daniel Schimkowitsch schafft den Sprung
Den größten Sprung machte Daniel Schimkowitsch mit dem L.A. Jordan im Ketschauer Hof in Deidesheim an der Deutschen Weinstraße. Er kochte sich von zwei auf drei Sterne hoch – als einziges neues Drei-Sterne-Restaurant im Michelin Guide Deutschland 2026.
Schimkowitsch ist kein Newcomer. Er wurde 1985 in Fürstenfeldbruck geboren, kochte sich durch mehrere Küchen – unter anderem die Überfahrt in Rottach-Egern – und übernahm im Januar 2014 das L.A. Jordan. Den ersten Stern holte er dort noch im gleichen Jahr. 2023 kamen zwei Sterne. 2026 drei.
Das L.A. Jordan ist nach dem Weingutsgründer Ludwig Andreas Jordan benannt, der das Weingut im 19. Jahrhundert aufgebaut hat. Schimkowitschs Küche arbeitet mit französischer Basis, akzentuiert durch asiatische Einflüsse. Die Michelin-Inspektoren lobten die Klarheit der Gerichte, die Produktwahl und die Finesse bei Fisch und Meeresfrüchten.
Schimkowitschs Reaktion bei der Verleihung: „Wir haben es wirklich nicht kommen sehen."
Vier neue Zwei-Sterne-Restaurants
Neben dem drei Sterne-Aufsteiger kürte der Michelin Guide Deutschland 2026 vier neue Zwei-Sterne-Restaurants:
Rausch und The Dune, beide in Frankfurt – bemerkenswert, dass zwei neue Zwei-Sterne-Lokale in derselben Stadt ankommen. Mühle in Schluchsee im Schwarzwald. Und das Cloud by Käfer in München unter Jens Madsen, das gleichzeitig den Sonderpreis als Neueröffnung des Jahres erhielt.
Madsen, Jahrgang 1994, kochte sich mit dem Cloud in der BMW Welt München in zwölf Monaten auf zwei Sterne. Das ist für eine Neueröffnung ungewöhnlich schnell.







