Wer Tim Maelzer kennt, kennt einen Mann, der selten ausfaellt. Umso mehr fiel auf, dass er in der elften Staffel Kitchen Impossible nicht jede Folge selbst bestreitet. In drei der acht Folgen uebernimmt Roland Trettl den Gastgeber-Part. Der Grund dahinter ist kein Vertrags-Zoff und keine Quoten-Strategie, sondern eine private Geschichte, die Maelzer selbst erzaehlt hat.
Tim Maelzer Auszeit: der private Grund
Im November 2025 sprach Maelzer oeffentlich von einer Medienpause, aus der er gerade erst wieder herauskomme. Er machte kein Geheimnis aus dem Warum, blieb aber bei sich: Ein naher Mensch aus seinem Umfeld habe es sehr schlecht gehabt. Die Aerzte hatten eine palliative Diagnose gestellt und von nur noch wenigen Monaten gesprochen. Heute, sagte Maelzer, koenne er sagen, dass sich die Lage gegen diese Prognose gewendet habe.
Mehr Namen, Daten oder Details gab er nicht preis, und das passt zu ihm. Wer sein Profil zu Tim Maelzer gelesen hat, weiss, dass er sein Privatleben seit Jahren konsequent schuetzt. Ehe und Kinder bestaetigt er bis heute nicht. Dass er ausgerechnet diesen schweren Moment selbst und in eigenen Worten oeffentlich machte, ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Roland Trettl springt ein
Praktisch bedeutet die Auszeit: Maelzer konnte nicht alle acht Folgen der elften Staffel selbst drehen. Statt die Show zu verschieben oder Folgen zu streichen, holte VOX Roland Trettl an Bord. Trettl uebernimmt in drei Folgen die Rolle, die sonst Maelzer hat, und schickt Kollegen in fremde Kuechen oder kocht selbst gegen die Uhr.
In Trettls Folgen treten unter anderem die Zwei-Sterne-Koeche Martin Klein, Lukas Mraz und Hans Neuner an. Es gibt Familienbegegnungen und Duelle mit frueheren Weggefaehrten. Trettl ist als Ex-Spitzenkoch und TV-Gesicht keine Notloesung, sondern jemand, der das Format traegt. Maelzer selbst steht in den uebrigen Folgen wieder am Pass.
Dass die Show trotz Maelzers Pause durchlaeuft, sagt auch etwas ueber das Format selbst. Kitchen Impossible ist gross genug geworden, um einen zweiten starken Namen zu vertragen. Vor zehn Jahren waere ein Ausfall des Gastgebers das Aus fuer eine Staffel gewesen. Heute wird daraus eine Variation, ueber die das Publikum diskutiert, statt eine Luecke, die niemand fuellen kann.







