Am 23. Juni 2026 wurden in Frankfurt die neuen Michelin-Sterne vergeben. Deutschland kommt damit auf 339 Stern-Restaurants, so viele wie nie zuvor. Einer der bekanntesten deutschen Sterneköche, Alexander Herrmann, sieht den Grund dafür nicht in den Küchen allein. Der eigentliche Gewinner sei der deutsche Gast.
Michelin Sterne Rekord Deutschland: Die Zahlen
Der Michelin Guide Deutschland 2026 listet 339 Stern-Restaurants. 24 Häuser wurden erstmals ausgezeichnet, darunter das L.A. Jordan im Ketschauer Hof in Deidesheim, das direkt mit drei Sternen einstieg. So etwas passiert im Guide selten, auch international.
Herrmann selbst hat gemeinsam mit Tobias Bätz die zwei Sterne für das AURA in Wirsberg verteidigt.
Herrmann lobt den deutschen Gast
Alexander Herrmann nutzte den Termin, um mit einem Klischee aufzuräumen: dass Deutsche weniger Interesse an Spitzengastronomie hätten als Franzosen oder Spanier. Der deutsche Gast habe massiv aufgeholt und sei der eigentliche Gewinner des Rekords.
Sein Argument: Sterne sind auch eine Anerkennung des Publikums. Wer zwei oder drei Sterne halten will, braucht Gäste, die dafür zahlen und wiederkommen. Und diese Bereitschaft ist in Deutschland gewachsen, deutlich stärker, als in der Öffentlichkeit ankommt.
Dazu kommt: Ausländische Touristen buchen in Deutschland kaum Sternerestaurants. Sie wollen regionale Küche, Wirtshäuser, lokale Ecken. Der Michelin-Erfolg trägt sich also fast komplett vom einheimischen Publikum.







