Als Johann Lafer Ende Mai 2026 öffentlich machte, dass er an einem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt ist, war die Reaktion in Deutschland groß. Jetzt ist das Bild vollständiger – und ernster. "Ich habe Metastasen im ganzen Körper, alles ist schwarz", sagte der 68-jährige TV-Koch. Gleichzeitig stellte er klar, was das bedeutet: Heilen lasse sich das nicht, aber eindämmen schon.
Seit seiner Erstdiagnose im Januar 2024 hat sich die Erkrankung verändert. Lafer kämpft gegen ein indolentes Non-Hodgkin-Lymphom, das zunächst an Lymphknoten in Hals, Bauch und Leiste festgestellt worden war. Seit Anfang 2026 läuft eine intensive Chemotherapie; nach vier Zyklen zeigten CT-Werte erste Verbesserungen, die Lymphknoten wurden kleiner. Jetzt die neue Realität: Das Lymphom hat Metastasen gestreut, mehrere Körperbereiche sind befallen. Das Therapieziel hat sich damit verschoben – nicht mehr Heilung, sondern Eindämmung auf Dauer.
Eine vollständige Darstellung seiner Krankengeschichte findest du im Johann-Lafer-Porträt.
Was Metastasen beim Non-Hodgkin-Lymphom bedeuten
Indolente Non-Hodgkin-Lymphome wachsen langsam, können aber über Jahre in andere Lymphknotenstationen vordringen. Wenn mehrere Bereiche gleichzeitig befallen sind, spricht die Medizin von fortgeschrittener Erkrankung. Heilbar ist das nicht mehr. Die Therapie zielt darauf ab, die Ausbreitung zu bremsen und die Lebensqualität zu erhalten. Lafer reagierte auf die Chemotherapie, erste Erfolge waren messbar – wie sich das jetzt fortsetzt, bleibt abzuwarten.
Sein letzter großer Traum
Was Lafer in diesem Kontext benannt hat, ist nicht selbstverständlich: Er möchte das Basislager des Mount Everest im Himalaya besuchen. Das liegt auf rund 5.364 Metern Höhe, braucht körperliche Belastbarkeit und Wochen der Vorbereitung. Ob das mit seiner aktuellen Gesundheitslage möglich ist, lässt sich von außen nicht beurteilen. Aber der Wunsch ist da – und das ist der Punkt. Lafer schaut nach vorn.
Silvia Lafer: 40 Jahre an seiner Seite
Seine Ehefrau Silvia Lafer begleitet ihn seit rund 40 Jahren. Während der Chemotherapie stand sie ihm täglich zur Seite, in früheren Interviews berichtete sie von ersten positiven Therapiesignalen. Die neue Diagnose ist ein Rückschlag – aber Lafer geht damit nicht allein.
In der Gastronomie ist diese Art von Offenheit selten. Köche halten Erschöpfung und Krankheit häufig aus dem öffentlichen Bild heraus. Lafer macht das anders. Das verdient Beachtung – auch weil es anderen zeigt, dass man nicht stark wirken muss, um Stärke zu haben.
Mehr zu Promiköchen und ihren Geschichten gibt es in der Übersicht. Wer selbst in der Gastronomie tätig ist und nach einer Partnerschaft sucht, die den Beruf versteht, findet bei der Partnersuche für Köche einen guten Ausgangspunkt. Die neuesten Meldungen aus der Branche gibt es täglich in den Gastro-News.

Tommy Honold
Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte
Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.