Vom Steirer zum Sternekoch auf der Stromburg
Johann Lafer wurde am 27. September 1957 in St. Stefan im Rosental in der Steiermark geboren und wuchs in Österreich auf. Nach seiner Kochausbildung und frühen Stationen in der Spitzengastronomie zog es ihn nach Deutschland. 1983 eröffnete er das Restaurant Le Val d'Or, das er 1994 auf die mittelalterliche Stromburg in Stromberg (Rheinland-Pfalz) verlegte. Dort kochte er auf Höchstniveau: Von 1987 bis 2009 trug das Haus zwei Michelin-Sterne, danach einen — bis zur Schließung im Jahr 2019.
TV-Karriere und öffentliche Bekanntheit
Parallel zur Restaurantarbeit wurde Lafer zu einem der bekanntesten TV-Köche im deutschsprachigen Raum. Von 2006 bis 2017 moderierte er gemeinsam mit Horst Lichter «Lafer! Lichter! Lecker!» im ZDF — eine Kochshow mit Prominenten, die regelmäßig Millionen Zuschauer erreichte. Seit 2008 ist er im Wechsel Moderator bei «Die Küchenschlacht» (ZDF). Im Mai 2024 kam mit «Drei Teller für Lafer» auf Sat.1 ein neues tägliches Format hinzu. Privat ist er seit 1990 mit Silvia Buchholz-Lafer verheiratet, die ihn über Jahrzehnte auch als Geschäftspartnerin begleitete.
Gesundheit und aktuelle Lage
Im Mai 2026 machte Johann Lafer seine Krebserkrankung erstmals ausführlich öffentlich: Bei einer Routineuntersuchung wurden Schatten in der Leiste entdeckt, die Diagnose lautete Non-Hodgkin-Lymphom. Seit Anfang 2026 unterzieht er sich einer intensiven Chemotherapie. Nach vier abgeschlossenen Behandlungszyklen zeigten sich erste positive Zeichen — die betroffenen Lymphknoten wurden kleiner. Lafer selbst kommentierte die Situation kämpferisch: «Sterben ist für mich keine Option.»





