Drei Namen, drei Restaurants, drei Preisklassen. Wer bei einem deutschen TV-Koch essen geht, zahlt mal 21 Euro – und mal über 100. Was ein Abend bei Steffen Henssler, Tim Mälzer und Nelson Müller tatsächlich kostet und was man dafür bekommt, zeigt der Vergleich.
Promiköche Restaurants: drei Stile, ein Anspruch
Tim Mälzers Bullerei: zwei Welten in einer Adresse
In Hamburg-Altona, in einem ehemaligen Schlachthof, betreibt Tim Mälzer die Bullerei als Doppelkonzept. Wer mittags kommt, landet im Deli – vollständiger Lunch ab 21 Euro, Drei-Gang-Menü für 25 Euro. Das ist der günstigste Einstieg unter den drei Häusern.
Am Abend wechselt der Ton. Das Überraschungsmenü kostet 79 Euro pro Person, vier Gänge, Weinbegleitung 39 Euro extra. À-la-carte-Hauptgerichte liegen zwischen 21 und 52 Euro, Steaks am oberen Ende der Spanne.
Mälzer ist nicht täglich am Pass. Die Bullerei läuft als eigenständiges Lokal. Was bleibt, ist ein Raum mit echter Atmosphäre und einem Konzept, das Küche und Handwerk ernst nimmt.
Steffen Hensslers Ono: japanische Fusion in Eppendorf
Das Ono by Steffen Henssler liegt auf dem Lehmweg 17 in Hamburg-Eppendorf. Wer abends reserviert, rechnet mit 70 bis 80 Euro pro Person. Bei Omakase-Abenden, bei denen der Koch selbst bestimmt, was auf den Tisch kommt, kann es über 100 Euro steigen.
Das Restaurant ist kleiner als die Bullerei, ruhiger, mit offenem Küchenkonzept. Henssler ist hier aktiver präsent als Mälzer in seiner Bullerei – das Ono ist sein aktuelles Gastronomie-Standbein in Hamburg, nachdem er sich aus Henssler & Henssler und dem Ahoi zurückgezogen hat.
Nelson Müllers Schote: Michelin-Stern zurück im Bergischen Land
Nelson Müller betreibt sein Restaurant Schote seit Ende 2024 in der historischen Diepeschrather Mühle bei Bergisch Gladbach, rund eine halbe Stunde von Köln. Das Relais & Châteaux-Haus hat neben der Schote auch eine Brasserie und eine Kochschule. Im Juni 2026 war die Auszeichnung zurück: die Schote trägt wieder einen Michelin-Stern, den sie nach dem Umzug aus Essen kurz verloren hatte.
Das Preisniveau liegt im Spitzenbereich für ein Gourmet-Menü. Wer reserviert, plant einen Abend, keinen schnellen Besuch. Die Lage im Grünen und das Ambiente der alten Mühle machen den Ausflug zum Erlebnis.







