Mecklenburg-Vorpommern ist gastronomisch eine eigene Welt. Du hast hier 350 Kilometer Ostseeküste, drei große Inseln und einen Saison-Rhythmus, der zwischen Pfingsten und Oktober alles aus deinem Team rausholt, und im November wieder runterfährt. Vom Grand Hotel Heiligendamm bis zum Fischbrötchen-Kutter im Hafen Sassnitz, vom Strandkorb-Service in Binz bis zum Yacht-Hafen-Restaurant in Warnemünde spannt sich das Spektrum. Der DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern bündelt diese sehr unterschiedlichen Welten unter einem Dach in Rostock. Saisongastronomie, Insel-Logistik, Mitarbeiter-Wohnraum und der harte Tourismuswettbewerb mit Schleswig-Holstein und der polnischen Ostseeküste sind hier kein Theorie-Stoff, sondern Alltag. Diese Cluster-Seite gibt dir den Überblick: Wer führt den Verband, was steht 2026 auf der Agenda, wo sitzen die Büro-Standorte, und warum lohnt sich das Lobbynetz für dich als Wirt oder Hotelchef zwischen Heiligendamm und Usedom.
Zahlen & Fakten
Die Landesgeschäftsstelle sitzt in Rostock, der größten Stadt des Landes und dem wirtschaftlichen Schwerpunkt zwischen Hanse-Sail, Kreuzfahrt-Hafen und Ostseebad Warnemünde. Hauptgeschäftsführer ist Lars Schwarz. Er ist seit Jahren das Gesicht des Verbands gegenüber Politik, Medien und Tarifpartnern und steuert die Geschäftsstelle in Rostock. Geschätzt vertritt der DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern rund 4.000 bis 5.500 Mitgliedsbetriebe. Das ist im Bundesvergleich eine mittlere Grösse, wirtschaftlich aber stark, weil der Tourismus in MV den höchsten BIP-Anteil aller Bundesländer hat. Wenn die Saison läuft, steht hier ein Apparat von zehntausenden Beschäftigten unter Strom. Schwarz und sein Team übersetzen das in Politik-Sprache, in Tarif-Positionen und in Presse-Statements, die in Schwerin und Berlin gehört werden.
Die Mitglieder reichen vom Fünf-Sterne-Resort bis zum Familienpensions-Betrieb im Hinterland, vom Schloss-Hotel auf Hohendorf bis zum Strandkorbverleih in Kühlungsborn. Diese Spreizung ist die Herausforderung des Verbands: Eine MwSt-Senkung wirkt im Sterne-Restaurant anders als im Saison-Imbiss am Strand. Eine Mindestlohn-Erhöhung trifft den Familien-Pensionsbetrieb in Zingst stärker als das internationale Resort in Heiligendamm. Genau diese Balance muss Lars Schwarz in jeder Stellungnahme treffen, für den Premium-Markt sprechen, ohne den klassischen Familienbetrieb hinten runterfallen zu lassen.
Zur Geschäftsstelle gehören neben Schwarz Referenten für Recht, Tarif, Tourismus und Presse. Das ist kein Riesen-Apparat, aber er ist eng vernetzt mit DEHOGA Bundesverband in Berlin, mit den Schwester-Landesverbänden an Nord- und Ostsee und mit Branchen-Partnern wie dem TMV, der IHK Nord und dem Bundesverband Deutscher Tourismus.
Aufgaben & Schwerpunkte
Politik in Schwerin ist der Kernjob. Der DEHOGA MV hält ständigen Kontakt zur Landesregierung, zu den Fraktionen im Landtag und zum Wirtschaftsministerium. Wenn in Schwerin über Tourismus-Förderung, Saisonarbeitsrecht oder Strandnutzungs-Verordnungen entschieden wird, sitzt Lars Schwarz am Tisch. Die Kooperation mit dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern (TMV) ist eng, Tourismus und Gastgewerbe lassen sich an der Ostsee schlicht nicht trennen. Gemeinsame Kampagnen, gemeinsame Statistiken, gemeinsame Lobby-Auftritte.
Saisonarbeitsrecht ist ein Dauerthema. Wer ein Resort in Heiligendamm oder ein Strandhotel in Binz betreibt, baut den Jahresumsatz in fünf Monaten auf. Befristete Verträge, Arbeitszeit-Spitzen, Mindestlohn-Regeln und der Umgang mit Trinkgeld werden hier anders gelebt als in Frankfurter Tagungsbetrieben. Der Verband sortiert die Rechtsfragen und liefert Musterverträge.
Der Wellness-Boom rund um Heiligendamm ist das dritte Schwerpunkt-Feld. Spa-Resorts, Thalasso-Anwendungen, Yoga-Retreats, die Küste hat sich vom klassischen Bade-Tourismus zum Premium-Wellness-Standort gewandelt. Der DEHOGA MV positioniert das Land als Wellness-Destination und lobbyiert für Investitions-Förderungen in genau diesem Segment.







