Wenn du in der süddeutschen Gastronomie arbeitest, kommst du an einem Termin nicht vorbei: der INTERGASTRA Stuttgart. Alle zwei Jahre verwandelt sich die Messe Stuttgart für fünf Tage in den größten Branchentreff südlich des Mains. Die Auflage 2026 lief vom 7. bis 11. Februar, brachte rund 1.000 Aussteller und 95.000 Fachbesucher zusammen. Damit ist die INTERGASTRA das süddeutsche Pendant zur INTERNORGA in Hamburg, mit deutlichem Schwerpunkt auf Wein, Eis und Investitionsgüter. Wir schauen zurück auf das, was 2026 wichtig war, und voraus auf die nächste Auflage 2028. Wer Personal sucht, Maschinen kaufen oder einfach Branchen-Kollegen treffen will, plant beide Termine besser früh in den Kalender.
Was ist die INTERGASTRA?
Die INTERGASTRA gibt es seit den 1960er Jahren. Sie wurde damals als regionale Schau für das württembergische Gastgewerbe gestartet und ist heute die zweitgrößte deutsche Gastronomie-Fachmesse. Veranstalter ist die Messe Stuttgart, ideeller Träger der Landesverband DEHOGA Baden-Württemberg. Diese Doppelstruktur sorgt für professionelle Logistik auf dem modernen Messegelände am Flughafen plus echte Branchennähe über den Verband.
Zielgruppe sind Inhaber, Küchenchefs, F&B-Manager, Hoteliers, Caterer und Einkäufer. Endkunden bleiben draussen, die INTERGASTRA ist eine reine Fachbesuchermesse. Das hebt das Niveau spürbar gegenüber Publikumsmessen.
Das Ausstellerprofil ist breit, aber klar Investitionsgüter-lastig: Küchentechnik, Kältetechnik, Geschirrspül-Anlagen, Kassensysteme, Lebensmittel-Großhandel, Getränke-Erzeuger und Tischkultur. Internationale Hersteller mit Süddeutschland-Bezug nutzen Stuttgart als Leitmesse, regionale Winzer und Kaffeeröster pflegen hier ihre Kontakte zur Gastronomie.
Geografisch zieht die INTERGASTRA stark aus Baden-Württemberg, Bayern, Schweiz, Österreich und Norditalien. Wer aus Norddeutschland kommt, fährt eher zur INTERNORGA Hamburg. Diese geografische Aufteilung der Branche zwischen Nord und Süd ist historisch gewachsen und auch 2026 noch sichtbar.
INTERGASTRA 2026 Rückblick: Termin, Hallen, Highlights
Die Auflage 2026 lief von Samstag, 7. Februar, bis Mittwoch, 11. Februar 2026. Fünf Tage, neun Hallen auf dem Messegelände Stuttgart, rund 1.000 Aussteller aus 35 Ländern. Die Besucherzahl pendelte sich nach offiziellen Angaben bei etwa 95.000 ein, ein Plus zur Auflage 2024.
Drei Themen prägten 2026 das Programm. Erstens Energie-Effizienz: Nach den Energiepreis-Sprüengen der Vorjahre suchten Wirte konkret nach sparsamen Kombidämpfern, Wärmerückgewinnung und LED-Konzepten. RATIONAL und MKN rückten ihre Eco-Modi prominent in den Vordergrund.
Zweitens KI in der Gastronomie. Kassensysteme mit Prognose-Modulen für Personalplanung, Reservierungs-Tools mit dynamischer Preisgestaltung und Bestell-Bots an Cafeteria-Terminals waren der Hype-Trend. Vieles davon ist Marketing, einiges ist alltagsreif. Die Sonderschau "AI in Hospitality" in Halle 6 zog die meisten Besucher.
Drittens Personalmangel. Workshops zu Vier-Tage-Woche, Mitarbeiter-Apps und ausländischen Fachkräften liefen durchgehend. Die DEHOGA Baden-Württemberg moderierte eine Podiumsdiskussion mit Wirtschaftsministerium und IHK Stuttgart.







