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BIOFACH Nürnberg: Biofach-Messehalle Nürnberg, Symbolbild
messen2026-05-22

BIOFACH Nürnberg: Weltleitmesse Bio-Lebensmittel

Die BIOFACH in Nürnberg ist die Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel. Jedes Jahr im Februar treffen sich rund 2.500 Aussteller aus mehr als 100 Ländern und 35.000 Fachbesucher auf dem NürnbergMesse-Gelände. Wer Bio-Sourcing für die Gastronomie ernst nimmt, kommt an der BIOFACH nicht vorbei.

Symbolbild: Gastrosingles
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Wann lohnt sich die BIOFACH für Gastronomen?

Die BIOFACH lohnt sich für dich, sobald du in deiner Karte ernsthaft mit Bio arbeitest oder ein Bio-Zertifikat planst. An vier Tagen findest du in Nürnberg geballt regionale Bio-Höfe, Demeter-, Bioland- und Naturland-Lieferanten sowie Zertifizierungsstellen, das spart dir Monate an Sourcing-Recherche und bringt dich direkt an die Erzeuger.

BIOFACH Nürnberg: Termin & Fakten

Die wichtigsten Eckdaten zur BIOFACH auf einen Blick.

16.–19. Februar 2027
Nächster Termin
Nürnberg
Ort
Jährlich
Turnus
~32.000 (2026)
Fachbesucher
~2.200 (2026)
Aussteller

Veranstaltungsort: Messezentrum Nürnberg, Nürnberg. Veranstalter: NürnbergMesse GmbH. Quelle: biofach.de / NürnbergMesse (Stand 06/2026).

Wenn du Bio in deiner Karte ernst meinst, führt im Februar kein Weg an Nürnberg vorbei. Die BIOFACH ist die Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, kein nationaler Branchentreff, sondern der zentrale Pilgerort der gesamten Bio-Welt. Rund 2.500 Aussteller aus mehr als 100 Ländern stellen vier Tage lang aus, 35.000 Fachbesucher reisen an. Demeter-Hof aus dem Allgäu trifft auf italienischen Olivenöl-Erzeuger, peruanische Kakao-Kooperative trifft auf bayerische Bio-Brauerei. Für Gastronomen, die mit Bio arbeiten oder dahin wollen, ist die BIOFACH Pflichttermin Nummer eins, und zwar nicht im übertragenen Sinn. Wer ernsthaft Bio sourcen will, kommt einmal im Jahr nach Nürnberg.

Was ist die BIOFACH?

Die BIOFACH wurde 1990 gegründet, damals in Ludwigshafen als kleine Pionier-Messe der noch jungen Bio-Branche. 1999 zog sie nach Nürnberg um und ist dort seitdem fest verankert. Getragen wird sie von zwei starken Säulen: der NürnbergMesse GmbH als Veranstalter und dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BOELW) als ideellem Partner. Der BOELW vertritt Hersteller, Verarbeiter und Händler von Bio-Lebensmitteln in Deutschland und sichert der Messe ihren Status als offizielle Weltleitmesse.

Parallel zur BIOFACH läuft die Vivaness, die Schwestermesse für Naturkosmetik und Wellness. Rund 250 Vivaness-Aussteller ergänzen das Bio-Lebensmittel-Programm um zertifizierte Naturkosmetik, Bio-Pflegeprodukte und Wellness-Konzepte. Ein Ticket gilt für beide Messen, die Hallen sind nebeneinander. Für Gastronomen ist die BIOFACH-Hälfte die wichtigere, aber Hoteliers mit Spa-Bereich schauen oft auch bei der Vivaness rein.

Im internationalen Vergleich ist die BIOFACH konkurrenzlos. Die Natural Products Expo West in Anaheim spielt zwar in einer ähnlichen Grössenordnung, ist aber stark auf den US-Markt fokussiert. Die französische Natexpo Paris und die italienische Sana Bologna sind kleiner und regionaler. Wenn du eine einzige Bio-Messe besuchen kannst, ist es die BIOFACH.

BIOFACH 2026 Rückblick

Die BIOFACH 2026 läuft vom 10. bis 13. Februar 2026 auf dem Gelände der NürnbergMesse. Vier volle Messetage, von Dienstag bis Freitag, dazu der parallele Vivaness-Auftritt. Erwartet werden rund 2.500 Aussteller aus mehr als 100 Ländern und etwa 35.000 Fachbesucher. Damit liegt die Messe wieder auf dem Niveau vor der Pandemie, nachdem die Ausgaben 2021 und 2022 unter Einschränkungen liefen.

Die Themenwelten sind über mehrere Hallen verteilt: frische Lebensmittel, trockene Sortimente, Tiefkühl, Getränke, Spirituosen, Bio-Backwaren und Naturkost-Großhandel. Internationale Pavillons bündeln Aussteller nach Herkunftsländern, Italien, Frankreich, Spanien, Türkei, Südamerika und Asien sind traditionell stark vertreten. Die Eintrittskarten sind reine Fachbesucher-Tickets und kosten im Vorverkauf rund 60 bis 80 Euro pro Tag, an der Tageskasse mehr. Endverbraucher haben keinen Zutritt.

Ein Tag reicht für einen Überblick, drei Tage brauchst du für ernsthaftes Sourcing. Plane realistisch: Es sind große Hallen, und du läufst leicht zehn bis fünfzehn Kilometer pro Tag. Das offizielle Rahmenprogramm der NürnbergMesse bündelt parallel mehr als 200 Vorträge, Diskussionen und Tastings im BIOFACH-Kongress, von Marktanalysen bis zu Produkt-Workshops. Wer gezielt vorbereitet kommt, holt aus drei Tagen mehr Wissen als aus einem halben Jahr Branchenmedien.

Aussteller-Profil

Das Aussteller-Spektrum der BIOFACH deckt die gesamte Bio-Wertschöpfungskette ab. Bio-Großhändler wie Bodan, Weiling oder Naturkost Elkershausen sind mit großen Ständen vertreten und zeigen Sortimente von tausenden Produkten. Daneben sind hunderte regionale Bio-Höfe direkt anwesend, vom Allgäuer Heumilch-Bauern bis zum brandenburgischen Bio-Gemüseanbau. Diese Direktansprache ist einer der wertvollsten Aspekte der Messe.

Die deutschen Anbauverbände treten geschlossen auf. Demeter, Bioland und Naturland haben jeweils eigene Sammelstände mit dutzenden Mitgliedsbetrieben, ideal, wenn du nach einer bestimmten Zertifizierung suchst. Auch die kleineren Verbände Biokreis, Gaea und Biopark sind in der Regel vor Ort.

Bio-Spirituosen sind ein eigenes Wachstumssegment: Bio-Gin, Bio-Whisky, Bio-Wein, Bio-Wermut. Wer eine Bar mit Bio-Anspruch führt, findet hier Produzenten, die im normalen Handel nie auftauchen. Dazu kommen Naturkost-Lieferanten für trockene Sortimente, Bio-Tiefkühl-Anbieter und spezialisierte Fleisch- und Wurst-Hersteller mit Bio-Zertifikat.

Die internationalen Pavillons sind das andere große Highlight. Italienische Olivenöl-Erzeuger, französische Bio-Winzer, spanische Mandel-Kooperativen, türkische Trockenfrüchte-Verarbeiter, du bekommst Zugang zu Erzeugern, die du sonst nur über Importeure erreichst. Lateinamerikanische Pavillons mit Kaffee-, Kakao- und Quinoa-Kooperativen sind seit Jahren ein wachsender Block, dazu indische und afrikanische Aussteller, die direkte Beziehungen suchen statt Zwischenhandel.

BIOFACH-Awards

Die BIOFACH verleiht jedes Jahr eine ganze Reihe von Auszeichnungen, die in der Branche genau verfolgt werden. Der "Best New Product Award" kürt in mehreren Kategorien die besten Produktneuheiten der Messe, vom Bio-Brot über alkoholfreie Bio-Drinks bis zu pflanzlichen Alternativen. Wer den Award gewinnt, hat danach in der Naturkost-Listung deutlich bessere Karten.

Die "Bio-Brand of the Year"-Auszeichnung geht an Marken mit starkem Wachstum und glaubwürdiger Bio-Positionierung. Daneben gibt es spezielle Awards für Bio-Gastro-Innovationen, etwa für neue Konvenience-Konzepte oder Catering-Lösungen mit Bio-Schwerpunkt. Auch die "Mensch & Umwelt"-Auszeichnung für Nachhaltigkeits-Pionierleistungen ist seit Jahren etabliert. Für Gastronomen sind diese Award-Listen eine schnelle Vor-Selektion, wer hier auftaucht, ist in der Regel ernstzunehmen und liefert die Storys, mit denen sich Bio auf der Karte erklären lässt.

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BIOFACH für Bio-Gastronomen

Wer profitiert konkret? Restaurants mit Bio-Karte oder Bio-Zertifizierung finden auf der BIOFACH praktisch alle Lieferanten, die sie brauchen, an einem Ort. Hotelketten mit Nachhaltigkeitsstrategie nutzen die Messe, um Sortimente zu konsolidieren und Lieferanten zu prüfen. Catering-Firmen, die in Schulen, Kitas oder Kantinen Bio-Anteile umsetzen müssen, finden hier zertifizierte Großhändler mit den notwendigen Mengen.

Der direkte Sourcing-Vorteil ist enorm. Statt monatelang einzelne Erzeuger anzuschreiben, bekommst du in drei Tagen Visitenkarten, Muster und Konditionen von dutzenden potenziellen Lieferanten. Viele Höfe und Manufakturen kommen ausschließlich zur BIOFACH und sind sonst schwer erreichbar, gerade kleine, regional verankerte Erzeuger ohne großen Vertrieb. Tasting-Stände sind die Regel, nicht die Ausnahme: du probierst dich durch Öle, Essige, Schokoladen und Spirituosen direkt vor Ort und triffst deine Entscheidungen mit dem Gaumen, nicht mit dem Katalog.

Ein unterschätzter Aspekt ist die Zertifizierungs-Beratung. Die großen Bio-Kontrollstellen, ABCERT, Kiwa BCS, Lacon, sind mit eigenen Ständen vor Ort. Wenn du dein Restaurant Bio-zertifizieren lassen willst, kannst du dir hier in einer Stunde einen realistischen Überblick verschaffen: Pflichten, Dokumentations-Aufwand, Kosten pro Jahr, sinnvolle Stufen (Einstieg, Bronze, Silber, Gold). Das spart Wochen an Vorab-Recherche und gibt dir gleich die persönlichen Ansprechpartner für den eigentlichen Antrag.

Anreise, Hotels, Tipps

Nürnberg ist verkehrstechnisch ideal. Der Hauptbahnhof ist ICE-Knoten mit Direktverbindungen nach München, Frankfurt, Berlin und Stuttgart. Von dort bringt dich die U-Bahn-Linie U1 in rund acht Minuten direkt zur Station "Messe", der Eingang ist quasi am Bahnsteig. Mit dem Auto ist die A3 die Hauptzufahrt, Parkplätze sind vorhanden, aber zu Stoßzeiten knapp.

Die Hotelsituation ist zur BIOFACH angespannt. Schon ein halbes Jahr vorher sind die Innenstadthotels gut gefuellt, die Preise verdoppeln sich gegenüber dem Normalniveau. Wer drei Monate vorher bucht, landet schnell in Fürth, Erlangen oder Ansbach und fährt jeden Morgen mit der S-Bahn rein. Mein Tipp: sobald die Termine offiziell sind, sofort buchen. Innenstadt ist Erlebnis, Messe-Nähe ist Funktion, entscheide dich nach deinem Programm. Bequeme Schuhe sind kein Tipp, sondern Pflicht.

BIOFACH & Branchen-Networking

Die wichtigsten Termine laufen abends. Der Demeter-Empfang ist seit Jahren fester Branchentreff, dazu kommt die Demeter-Gala am Donnerstagabend mit Preisverleihungen und Live-Musik. Bioland und Naturland organisieren ebenfalls eigene Empfänge, die BOELW hält traditionell den Eröffnungsempfang am Vorabend. Auch die NürnbergMesse selbst lädt zur "BIOFACH Night" mit Live-Musik und internationaler Küche. Wer regelmäßig zur BIOFACH kommt, baut hier über Jahre ein Netzwerk auf, das im normalen Geschäftsleben kaum entstehen würde, Bio ist nach wie vor eine Branche, in der persönliche Bekanntschaft mehr wiegt als jedes Vertriebs-Email.

Nürnberg selbst ist abends ein eigener Plus-Punkt. Die Altstadt ist kompakt, fussgängerfreundlich und voller guter Gastronomie, von der traditionellen Bratwurst-Röste am Hauptmarkt bis zu Bio-Restaurants mit eigener Karte. Das "Essigbrätlein" und das "Würzhaus" sind sternedekoriert, der Bio-Anteil in vielen Karten ist deutlich höher als in vergleichbaren deutschen Städten. Franken ist Bio-Land mit Tradition, die Region liefert seit Jahrzehnten an die Naturkost-Branche, und das merkst du in den Restaurants.

Für Singles in der Gastronomie ist die BIOFACH ein interessantes Pflaster, mehr Idealisten pro Quadratmeter als auf jeder anderen Branchenmesse. Mehr über die Branche und ihre Eigenheiten findest du unter Partnersuche Gastronomie. Hintergründe zum Verbandsleben gibt es beim DEHOGA bundesweit und speziell beim DEHOGA Bayern, der die BIOFACH politisch flankiert. Wenn du das nächste Mal nach Nürnberg fährst: plan zwei Abende ein, einen für Networking, einen für die Stadt. Die Messe ist Arbeit, der Februar in Franken ist die Belohnung.

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BIOFACH findet in Nürnberg statt. Wer im Gastgewerbe in Bayern arbeitet, findet beim DEHOGA-Landesverband Bayern Tarif-Eckdaten, Median-Gehälter und die Branchen-Infos der Region.

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Das Wichtigste

  • BIOFACH = Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, seit 1990 in Nürnberg.
  • Veranstalter: NürnbergMesse GmbH gemeinsam mit dem BOELW.
  • Rund 2.500 Aussteller aus 100+ Ländern, 35.000 Fachbesucher.
  • Parallel zur Vivaness, der Weltleitmesse für Naturkosmetik.
  • Nächste Ausgabe vom 10. bis 13. Februar 2026 in Nürnberg.
  • Reine Fachmesse, kein Zutritt für Endverbraucher.

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Häufige Fragen

Tommy Honold — Autor beim Gastrosingles Magazin

Tommy Honold

Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte

Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.

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