Wenn Mitte Maerz die Hamburger Messehallen voll werden, hat das in der Gastrobranche Familientreffen-Charakter. Die INTERNORGA holt fuenf Tage lang alles nach Hamburg, was im Ausser-Haus-Markt Rang und Namen hat: Kuechenchefs, Hoteliers, Caterer, Baecker, Konditoren, Einkaeufer der Systemgastronomie. Du laeufst durch sechs Hallen, probierst dich durch neue Convenience-Linien, schaust Spitzenkoechen ueber die Schulter und triffst abends die Kollegen aus dem letzten Praktikum wieder. Fuer Gastronomen aus Norddeutschland ist die Messe der Pflichttermin schlechthin, fuer alle anderen aus DACH die jaehrliche Chance, in kompakter Form zu sehen, wohin die Branche laeuft. 2026 oeffnet die INTERNORGA vom 6. bis 10. Maerz.
Was ist die INTERNORGA?
Die Geschichte reicht weiter zurueck als bei den meisten Branchenmessen. 1921 startete in Hamburg die Norddeutsche Gaststaetten- und Hotel-Ausstellung, damals ein regionales Schaufenster fuer Wirte und Hoteliers im Wiederaufbau nach dem Ersten Weltkrieg. Aus dieser Wurzel ist die INTERNORGA gewachsen, heute mit Abstand die groesste Messe Nordeuropas fuer den gesamten Ausser-Haus-Markt.
Veranstalter ist die Hamburg Messe und Congress GmbH. Getragen wird die INTERNORGA vom DEHOGA Hamburg und dem DEHOGA-Bundesverband, dazu kommen Branchenverbaende aus Baeckerei und Konditorei. Diese Konstellation macht den Unterschied zu anderen Fachmessen: Du hast nicht nur Aussteller mit Ware, sondern die Verbaende sitzen mit am Tisch, organisieren Empfaenge, Awards und Diskussionsrunden zu Themen wie Tarif, Ausbildung oder Mehrweggesetz.
Inhaltlich deckt die Messe die komplette Wertschoepfungskette ab: Grosskuechentechnik, Tableware, Convenience-Food, Getraenke, Eis, Kaffee, Backwaren, digitale Tools, Kassensysteme, Personaldienstleister. Wer in einem dieser Felder zuliefert oder einkauft, kommt an Hamburg im Maerz nicht vorbei.
Was die INTERNORGA inhaltlich praegt, ist ausserdem die enge Verzahnung mit den Verbaenden. Die Programme der Bundesinnungen fuer Baecker und Konditoren laufen parallel als Foren, Schulungen und Wettbewerbe. Junge Berufsleute treffen hier auf alte Hasen, die seit zwanzig Messen kommen und sich ihren Stammplatz an der Wursttheke bei der norddeutschen Schinken-Manufaktur reserviert haben. Diese Mischung aus Hochglanz-Aussteller-Welt und ehrlichem Handwerker-Treffen macht den Unterschied, und erklaert, warum die INTERNORGA seit Jahrzehnten als zentrale Plattform Bestand hat.
INTERNORGA 2026: Termin, Hallen, Zahlen
Der Termin steht: 6. bis 10. Maerz 2026, Dienstag bis Samstag, taeglich von 10 bis 18 Uhr. Belegt sind sechs Hallen auf dem Messegelaende zwischen Dammtor und Karolinenviertel. Die Veranstalter rechnen mit rund 1.300 Ausstellern aus etwa 25 Laendern, der Schwerpunkt liegt klar auf DACH plus Niederlande, Italien und Frankreich.
Auf der Besucherseite werden 90.000 bis 100.000 Fachbesucher erwartet, vergleichbar mit den Vorjahren. Wichtig: Zutritt bekommt ausschliesslich, wer beruflich in der Branche unterwegs ist. Visitenkarte, Arbeitgebernachweis oder Azubi-Ausweis verlangt die Einlasskontrolle ernsthaft.
Die Hallenaufteilung folgt grob den Themenwelten. Halle A und B beherbergen Grosskuechentechnik und Tableware, Halle B-EG zusaetzlich die Sonderflaeche Pink Cube. Convenience, Tiefkuehl und Frische liegen in Halle 11 und 12, Getraenke und Bar in Halle 13. Halle 14 gehoert traditionell der Baeckerei- und Konditorei-Welt, oft mit eigener Buehne fuer Live-Demos.
Tagestickets bewegen sich zwischen 55 und 75 Euro je nach Vorverkaufsphase, Dauertickets bei rund 130 bis 160 Euro. DEHOGA-Mitglieder kommen ueber den DEHOGA-Bundesverband guenstiger rein, der Hamburger Landesverband bietet zusaetzlich Empfangs-Slots fuer Mitglieder an.
Wer den Besuch strukturieren will, plant zwei Tage minimum ein. Tag eins fuer die eigene Themenwelt, also Kueche, Bar oder Konditorei, und Tag zwei fuer den Rundgang ueber den Tellerrand. Erfahrungsgemaess laufen Donnerstag und Freitag voller als Dienstag oder Mittwoch, der Samstag ist erfahrungsgemaess am ruhigsten und ideal fuer ausfuehrliche Standgespraeche.







