Wenn du an Hamburger Gastro-Promis denkst, an ehrliche Kueche ohne Sterne-Getue, an einen TV-Koch, der lieber am Pass steht als auf roten Teppichen, landest du fast automatisch bei Tim Maelzer. Er ist Wirt und TV-Gesicht zugleich, und genau diese Doppelrolle macht ihn interessant, wenn dich die Menschen hinter den Toepfen interessieren. Seine Bullerei im Schanzenviertel ist sein Wohnzimmer, Kitchen Impossible bei VOX seine groesste Buehne. Maelzer ist Hamburger durch und durch: direkt, laut, bodenstaendig, mit klarem Anspruch an Handwerk statt an Glamour.
Dieses Profil ist der Einstieg. Es sortiert die Eckdaten und verweist fuer die Details auf eigene Beitraege: zum Vermoegen von Tim Maelzer, zu Frau und Familie, zur Bullerei in Hamburg und zu dem, was Tim Maelzer privat ueberhaupt freigibt. Was hier steht, ist belegt; wo etwas unklar ist, bleibt es offen.
Tim Maelzer: Karriere vom Lehrling zum TV-Star
Maelzer wurde am 22. Januar 1971 im schleswig-holsteinischen Elmshorn geboren. Nach dem Abitur 1990 und Zivildienst absolvierte er von 1992 bis 1995 eine Ausbildung zum Koch im Hamburger Hotel InterContinental. Es folgte die Wanderschaft, unter anderem nach London, wo er Mitte der Neunziger im Umfeld von Jamie Oliver dessen lockere, produktorientierte Kueche kennenlernte. Diese Mischung aus deutscher Disziplin und englischer Leichtigkeit wurde sein spaeterer Stil.
2003 holte ihn die ARD vor die Kamera. Schmeckt nicht, gibt's nicht machte ihn zum Gesicht der jungen Alltagskueche und verkaufte parallel sein erstes Buch Born to Cook in hoher Auflage. Statt einer klassischen Sterne-Karriere baute Maelzer ein eigenes Konzept aus Gastronomie, TV und Buchverlag auf. Diese Entscheidung, gegen den Stern und fuer die Marke, wurde zur Blaupause fuer eine ganze Generation deutscher TV-Koeche.
Bullerei und die anderen Restaurants
Der Anker hinter allem ist die Bullerei. 2009 eroeffnete Maelzer sie in einer ehemaligen Schlachthof-Halle in den Hamburger Schanzenhoefen, gemeinsam mit Geschaeftspartner Patrick Ruether. Offene Kueche, lange Holztische, Produkte aus der Region, kein Sterne-Anspruch, sondern Wirtshaus-Niveau auf Top-Produktbasis. Seit April 2026 gibt es das Deli wieder als eigenstaendige Ganztageskarte. Weitere Projekte wie die Hausmann's-Standorte kamen und gingen, die Bullerei bleibt.







