Zurückziehen will er sich nicht. "Es nützt nichts, immer nur irgendwo in der Ecke zu sitzen", sagte er der Abendzeitung bei einem München-Besuch. "Das ist der falsche Weg. Es ist ein Schicksalsschlag, man muss ihn nehmen, wie er ist, und das Beste daraus machen."
Krisenphase ja, Kampfgeist verloren nein. Termine will er weiter wahrnehmen, soweit die Erkrankung es zulässt. Was er sich verbittet: weitere Spekulationen über seinen Gesundheitszustand.
Was Silvia Lafer sagt
Ehefrau Silvia Lafer schlägt in dieselbe Kerbe. Sie zitierte in Interviews aus dem Gespräch mit den Ärzten: "An dieser Krankheit wirst du nicht sterben." Ein Satz, der ihm und ihr Halt gibt. Wie Silvia mit der Diagnose ihres Mannes umgeht, beschreibt das ausführliche Interview mit Silvia Lafer zu Johanns Krebserkrankung.
Sie ist froh, dass Johann weitermacht. "Ich sehe ja, wie aktiv er ist. Fast noch aktiver als vorher", sagt sie. Das klingt nach jemandem, der die Diagnose nicht als Ausrede nimmt.
Jahrzehnte TV, jetzt diese Diagnose
Johann Lafer ist seit Jahrzehnten einer der bekanntesten TV-Köche im deutschsprachigen Raum. Angefangen hat er auf der Stromburg im Hunsrück, wo er sich einen Michelin-Stern erkochte. "Lafer! Lichter! Lecker!" und die Fernsehgarten-Auftritte machten ihn dann einem breiten Publikum bekannt.
Dazu kamen Kochschule und viele Bücher. Sein Ruf: solide, österreichisch, kollegial. Vielleicht ist das der Grund, warum seine Erkrankung so viele Menschen bewegt hat.
Offen, aber ohne Drama
Was auffällt: Lafer redet über seine Erkrankung, ohne sie zu verdrängen und ohne sie zur Show zu machen. Er sagt, was gesagt werden muss, und lässt trotzdem keine Gerüchteküche brodeln.
Für die Gastronomie ist das ein Thema für sich. Ein Beruf, der körperlich hart ist und kaum Pausen kennt, geht mit der Zeit an die Substanz. Wie Köche trotz Schichten und Wochenenddienst private Kontakte pflegen, zeigt die Partnersuche für Köche. Weitere Meldungen aus der Promi-Kochwelt sammelt der Promiköche-Hub.