Johann Lafer Krebs – drei Worte, die Ende Mai 2026 durch die deutschen Medien gingen. Der Fernsehkoch hatte öffentlich gemacht, was er zwei Jahre lang für sich behalten hatte: ein Non-Hodgkin-Lymphom, diagnostiziert im Januar 2024, seit Anfang 2026 in intensiver Chemotherapie. Er ist 68, hat rund 25 Kilo abgenommen und zwischenzeitlich nichts mehr geschmeckt. Sein Satz dazu: „Sterben ist für mich keine Option."
Johann Lafer Krebs: Die Diagnose im Detail
Aufgefallen ist es bei einem Routinecheck in einer Fastenklinik Ende 2023. Die Bestätigung kam im Januar 2024: Non-Hodgkin-Lymphom, eine Krebsart des lymphatischen Systems, also genau des Systems, das den Körper eigentlich verteidigen soll. Lafers Verlauf ist indolent, langsam wachsend. Befallen waren Lymphknoten am Hals, im Bauch und in der Leiste.
Langsam wachsend heißt nicht ungefährlich. Ärzte beobachten solche Fälle oft zunächst, statt sofort zu behandeln, weil die Erkrankung jahrelang kaum Beschwerden macht. Bei Lafer kippte das Anfang 2026: größere Lymphknoten, Nachtschweiß, Schlafprobleme. Eine erste Behandlung verfing nicht, ein Stammzelltherapieversuch auch nicht. Dann kam die Chemo.
Seit den 1980ern steht Lafer in der Küche, mit Sterne-Restaurant Le Val d'Or auf der Stromburg, mit der ZDF-Reihe Lafer! Lichter! Lecker!, mit Kochschule, Büchern und Catering. Mehr zur Karriere steht im Profil zu Johann Lafer.
Chemotherapie: Vier Zyklen, die CT-Werte werden besser
Vier Zyklen hat Lafer bis Ende Mai 2026 hinter sich, der fünfte stand an. Eine Sitzung dauert fast einen ganzen Tag. Die Folgen: 25 Kilo weg, Haarausfall, Erschöpfung. Am meisten zugesetzt hat ihm aber etwas anderes: dass er zwischenzeitlich nichts mehr geschmeckt hat. „Anfangs verlor ich meine Kernkompetenz, den Geschmack", sagt er selbst.
Ein Koch ohne Geschmackssinn, wenn auch nur für eine Weile. Die CT-Befunde zeigen inzwischen, dass die Lymphknoten kleiner werden. Die Chemo wirkt.
„Sterben ist für mich keine Option"
Zwei Jahre lang wussten nur Familie und enge Freunde Bescheid. Ende Mai 2026 sprach Lafer erstmals öffentlich darüber, nüchtern, ohne große Geste, ohne Selbstmitleid. Aufgeben kommt für ihn nicht in Frage.
Gearbeitet hat er die ganze Zeit weiter. Auch während der Chemotherapie entwickelt er Rezepte, unter anderem für Lufthansa-Menüs. Das Kochen lässt er nicht los.







