Wenn über Sarah Wiener Politik gesprochen wird, denken viele zuerst an einen PR-Ausflug einer TV-Köchin. Das wird ihr nicht gerecht. Sarah Wiener sass fünf Jahre lang im Europäischen Parlament und arbeitete dort an Agrar- und Umweltthemen, nicht als Aushängeschild, sondern im Ausschuss-Alltag. Die Fakten dazu sind belegt und zeigen eine ungewöhnliche Doppelrolle zwischen Küche und Brüssel.
Sarah Wiener Politik: der Weg ins EU-Parlament
2019 trat Sarah Wiener als Parteilose auf der Liste der österreichischen Grünen bei der Europawahl an. Die Grünen errangen zwei der österreichischen Mandate, und Sarah Wiener wurde direkt gewählt. Ihren Quereinstieg in die Politik nannte sie später eine "große Kraftanstrengung": komplizierte Fachsprache, Rituale und Hierarchien, ohne ein politisches Netzwerk im Rücken. Wer ihren Werdegang davor kennt, sieht den roten Faden im Profil zu Sarah Wiener.
Ihre Themen und ihre Bilanz
Von 2019 bis 2024 arbeitete Sarah Wiener schwerpunktmäßig im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sowie im Umweltausschuss. Ihre Themen waren konsequent: Pestizidreduktion, Glyphosat, Bienensterben, Tierwohl und Lebensmittelkennzeichnung. Sie machte öffentlich Druck, wenn EU-Kompromisse aus ihrer Sicht zu weich ausfielen, und nutzte ihre Bekanntheit, um Agrarthemen aus den Fachseiten in die Hauptnachrichten zu heben. Innerhalb der Fraktion galt sie als pointierte Stimme, nicht als Parteitaktikerin. Parallel zum Mandat leitete sie die 2007 gegründete Sarah-Wiener-Stiftung für Kinderernährung weiter, die laut Stiftungsangaben mittlerweile über eine Million Kinder erreicht hat.







