Bayern ist das Gastgewerbeland Nummer eins in Deutschland, und DEHOGA Bayern ist sein politischer Arm. Ueber 40.000 Mitgliedsbetriebe stehen hinter dem Verband, vom kleinen Wirtshaus im Bayerischen Wald bis zum Grandhotel am Tegernsee. Kein anderer Landesverband im DEHOGA-Bundesverband bringt so viele Betriebe auf die Waage, keiner hat eine so dichte Wirtshauskultur im Ruecken. Wiesn, Biergarten, Almhuette, Weinstube in Wuerzburg, Sterne-Restaurant in Garmisch, all das landet am Ende auf demselben Schreibtisch in der Tuerkenstrasse in Muenchen. Wer wissen will, wie das bayerische Gastgewerbe tickt, kommt am Landesverband nicht vorbei. Diese Cluster-Page zeigt dir Struktur, Koepfe und aktuelle Schlagzeilen, und warum der Verband fuer dich als Wirt, Koechin oder Hotelfachkraft mehr ist als ein Briefkopf.
DEHOGA Bayern: Zahlen & Fakten
DEHOGA Bayern, mit vollem Namen Bayerischer Hotel- und Gaststaettenverband DEHOGA Bayern e.V., vertritt rund 40.000 Mitgliedsbetriebe und ist damit der groesste der 16 Landesverbaende unter dem Dach des DEHOGA-Bundesverbandes. Sitz ist Muenchen, die Geschaeftsstelle liegt zentral in der Tuerkenstrasse zwischen Hauptbahnhof und Staatskanzlei.
An der Spitze steht seit 2014 Angela Inselkammer. Sie kommt aus einer der bekanntesten bayerischen Wirts- und Brauerfamilien, der Brauereigasthof Aying suedlich von Muenchen ist seit Generationen in Familienhand. 2025 wurde sie als Praesidentin bestaetigt, ein klares Signal fuer Kontinuitaet in einer Branche, die seit Pandemie, Energiekrise und Mehrwertsteuerstreit nicht zur Ruhe kommt. Operativ fuehrt Hauptgeschaeftsfuehrer Dr. Thomas Geppert das Tagesgeschaeft.
Regional gliedert sich der Verband in sieben Bezirksverbaende entlang der bayerischen Regierungsbezirke: Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Mittelfranken, Unterfranken, Schwaben und Oberfranken. Jeder Bezirk hat eigene Themen. Oberbayern lebt mit Muenchen, Wiesn und Tegernsee, Unterfranken mit Weintourismus, Schwaben mit Allgaeu-Tourismus, Oberpfalz und Oberfranken mit Brauereitradition und Wirtshauskultur. Diese Vielfalt unter einem Dach zu vertreten, ist der Kern des Verbandsjobs.
Im Bundesvergleich faellt das Gewicht sofort auf. Der DEHOGA-Bundesverband zaehlt bundesweit rund 220.000 Mitgliedsbetriebe, Bayern stellt davon allein knapp ein Fuenftel. Kein anderes Bundesland kommt an diese Dichte heran. Praktisch heisst das: Wenn Berlin neue Regeln plant, wird in der Tuerkenstrasse zuerst gerechnet, ob die fuer kleine Wirtshaeuser ueberhaupt machbar sind. Bayern hat damit faktisch ein Vetogewicht in jedem internen Bundes-Entscheid.
Aufgaben & Schwerpunkte
Politisch ist DEHOGA Bayern eine eigene Hausnummer in Muenchen. Der Verband sitzt regelmaessig mit Staatskanzlei und Wirtschaftsministerium an einem Tisch und mischt sich in jede Debatte ein, die Gastronomie und Hotellerie betrifft. Das reicht von der Mehrwertsteuer auf Speisen ueber Sperrzeiten bis zu Energiehilfen.
Ein Sonderkapitel ist die Wiesn. Die Oktoberfest-Wirte sind keine eigenen Mitglieder im Landesverband, aber eng damit verzahnt. DEHOGA Bayern bringt sich bei Themen wie Bierpreis, Sicherheit, Personalsuche und Lieferantenbeziehungen ein und vertritt die Interessen der Festzeltbetreiber dort, wo es um landesweite Rahmenbedingungen geht.
Touristik ist das zweite grosse Feld. Die Bayerische Tourismusstrategie wird in enger Abstimmung mit dem Verband entwickelt. Alpen, Bayerischer Wald, fraenkische Weinregionen und die Staedte Muenchen, Nuernberg, Wuerzburg, Regensburg ziehen jaehrlich Millionen Gaeste, und der Verband ist deren wirtschaftlicher Sprachrohr.
Auf der Tarifseite verhandelt DEHOGA Bayern mit der Gewerkschaft NGG-Landesbezirk Bayern den Manteltarifvertrag fuer Beschaeftigte im bayerischen Gastgewerbe. Loehne, Arbeitszeiten und Zuschlaege werden dort festgelegt. Die bayerischen Tarife liegen meist leicht ueber denen von strukturschwaecheren Bundeslaendern, was historisch mit dem Wohlstandsgefaelle und der hoeheren Kaufkraft im Freistaat zusammenhaengt.
Und schliesslich pflegt der Verband das Selbstbild der bayerischen Spitzenkochszene. Sterne-Koeche, Wirtshausgroessen und nachhaltige Hotelmarken werden bei Verbandsveranstaltungen sichtbar gemacht, Auszeichnungen vergeben und Best-Practice-Beispiele in die Presse gespielt. Das ist Imagearbeit nach innen wie nach aussen: Junge Leute sollen sehen, dass der Beruf auch eine Aufstiegsperspektive hat, und Gaeste sollen das Niveau wahrnehmen.







