Brandenburg ist Berlins gruenes Wohnzimmer. Rund um die Hauptstadt zieht sich ein Speckguertel aus Tagungshotels, Ausflugsgastronomie und Pendler-Wirten, dahinter beginnt eine Seenlandschaft, die ihresgleichen sucht. Mehr als 3.000 Seen, der Spreewald als UNESCO-Biosphaerenreservat, die Schloesser von Sanssouci und mittendrin die Landeshauptstadt Potsdam mit Babelsberger Filmstudio-Flair. Das alles ergibt ein Gastgewerbe mit eigenem Charakter. Du bekommst hier den Ueberblick: Wer fuehrt DEHOGA Brandenburg, welche Themen treiben den Verband 2026 und warum ist das Land zwischen Lausitz und Prignitz fuer Wirte ein eigenes Spielfeld? Brandenburg ist nicht Berlin, und genau das ist die Pointe. Wer hier Gastgewerbe macht, lebt vom Wochenendtourismus aus der Hauptstadt, vom Tagesausflug und von einer treuen Stammkundschaft mit langem Atem.
DEHOGA Brandenburg: Zahlen & Fakten
Die Geschaeftsstelle des Landesverbandes liegt in Potsdam. Damit sitzt der Verband an der politischen Nahtstelle: wenige Minuten vom Brandenburger Landtag entfernt, der seit 2014 im wiederaufgebauten Stadtschloss tagt. Kuerzere Wege zur Politik gibt es in keinem anderen Bundesland. Das nutzt DEHOGA Brandenburg, um seine Anliegen direkt in die Fraktionen zu tragen.
Brandenburg zaehlt je nach Statistik zwischen 3.500 und 5.000 organisierte Mitgliedsbetriebe. Die Gesamtzahl der Gastronomie- und Hotelleriebetriebe im Land liegt deutlich hoeher, der Organisationsgrad ist im Flaechenland aber traditionell solide. Dazu gehoeren Hotels, Pensionen, Restaurants, Imbisse, Ausflugslokale und Veranstaltungsbetriebe vom Schweiztal-Wirtshaus bis zum 4-Sterne-Resort am Scharmuetzelsee.
An der operativen Spitze steht Hauptgeschaeftsfuehrer Olaf Luecke. Er ist seit Jahren eine feste Stimme der Brandenburger Branche, gibt Interviews zu Mindestlohn, MwSt und Tourismus und vertritt den Verband bei groesseren Branchenterminen. Luecke kennt das Land, die Akteure und die Eigenheiten zwischen Prignitz und Niederlausitz. Diese Kontinuitaet ist Gold wert, gerade in einem Bundesland, in dem Politik, Landwirtschaft und Tourismus eng verflochten sind.
Die Mitgliedsbeitraege staffeln sich nach Betriebsgroesse und Umsatz. Kleinere Landgasthoefe zahlen niedrige dreistellige Betraege im Jahr, groessere Hotelresorts entsprechend mehr. Dafuer gibt es Rechtsberatung, Tarifinformationen, Versicherungsrahmenvertraege und Zugang zu Netzwerken, die sich ein einzelner Wirt im Spreewald nicht selbst aufbauen koennte.
Aufgaben & Schwerpunkte
Die Themenliste ist breit, weil das Land breit ist. DEHOGA Brandenburg arbeitet auf mehreren Buehnen gleichzeitig. Im Potsdamer Landtag lobbyiert der Verband fuer Hotellerie und Gastronomie, vor allem bei Steuerfragen, Buerokratieabbau und Foerderprogrammen. Brandenburg hat in der Vergangenheit eigene Wege beschritten, etwa bei Foerdermitteln fuer kleinere Beherbergungsbetriebe oder bei der Vermarktung des laendlichen Raums.
Touristik ist das zweite grosse Feld. Der Verband ist Partner der Tourismus-Marketing Brandenburg, kurz TMB, die das Land bundesweit bewirbt. Kampagnen rund um Spreewald, Seenlandschaft und Schloesser laufen ueber die TMB, und DEHOGA Brandenburg liefert die Branchensicht zu. Bei grossen Themen wie dem Berliner Tagestourismus, der mehr Uebernachtungen ins Umland spuelen soll, ist der Verband regelmaessig Stimme der Branche.
Ein eigenes Schwerpunktthema ist die Zusammenarbeit mit der Stiftung Preussische Schloesser und Gaerten Berlin-Brandenburg. Die Schloesserstiftung verwaltet Sanssouci, das Neue Palais, Schloss Cecilienhof und viele weitere Liegenschaften. Wo Schloesser sind, ist auch Gastronomie: Cafes, Restaurants und Veranstaltungsorte in historischer Kulisse. Der Verband moderiert hier zwischen Denkmalschutz, Tourismus und Wirtschaftsinteressen.
Spreewald-Marketing ist ein Dauerthema. Die Region rund um Luebbenau und Luebben lebt vom Tagestourismus aus Berlin, von Kahnfahrten, Gurken und der sorbischen Tradition. DEHOGA Brandenburg arbeitet eng mit dem Tourismusverband Spreewald zusammen und positioniert die Region als kulinarische Marke. Spreewaelder Gurken sind dabei laengst mehr als ein Glas im Supermarkt: Sie sind Botschafter einer ganzen Esskultur.
Auch der Berliner Speckguertel bekommt eigenes Gewicht. In Staedten wie Falkensee, Bernau, Koenigs Wusterhausen und Eberswalde lebt das Gastgewerbe von Pendlern, die abends nach Hause kommen, und vom Wochenendpublikum aus der Hauptstadt. Der Verband berlinniert mit der Hauptstadt-Schwester DEHOGA Berlin bei laenderuebergreifenden Themen, etwa Tarifvertraegen oder gemeinsamen Tourismuskampagnen.







