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DEHOGA Rheinland-Pfalz: Mosel-Weingut-Terrasse, Symbolbild RLP
berufsbilder2026-04-30

DEHOGA Rheinland-Pfalz: Verband Bad Kreuznach

DEHOGA Rheinland-Pfalz steuert von Bad Kreuznach aus das Gastgewerbe in einem Land mit sechs Weinanbaugebieten, Welterbe-Rheintal und einer dichten Sterneküche von Deidesheim bis Trier. Du bekommst hier Zahlen, Namen, aktuelle Themen 2026 und einen ehrlichen Blick auf Weinfest-Saison, Ahrtal-Wiederaufbau und Hahn-Airport-Hotellerie.

Symbolbild: Gastrosingles
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Was unterscheidet Rheinland-Pfalz für DEHOGA von anderen Bundesländern?

Kein anderes Bundesland bündelt sechs Weinanbaugebiete auf einem Fleck: Pfalz, Rheinhessen, Mosel, Ahr, Nahe und Mittelrhein. DEHOGA Rheinland-Pfalz sitzt in Bad Kreuznach, wird seit vielen Jahren von Hauptgeschäftsführer Gereon Haumann geführt und vertritt rund 8.000 bis 10.000 Mitgliedsbetriebe. Schwerpunkte sind Weinfest-Tourismus, Burgentourismus im Welterbe Oberes Mittelrheintal, Mosel-Steillagen, Ahrtal-Wiederaufbau nach der Flut 2021 sowie Sommelier-Ausbildung in einer der dichtesten Sternegastronomien Deutschlands.

Rheinland-Pfalz ist Weinland. Kein anderes Bundesland packt sechs Anbaugebiete in seine Grenzen, kein anderes hat eine vergleichbare Dichte an Weinfesten, Strausswirtschaften und Winzergastronomien. Mittendrin steht DEHOGA Rheinland-Pfalz, der Landesverband im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband, mit Sitz in Bad Kreuznach an der Nahe. Du bekommst hier den Überblick: Wer führt den Verband, welche Themen treibt er 2026, wie hängt die Spitzenküche zwischen Deidesheim und Trier damit zusammen, und warum sind Ahrtal-Wiederaufbau und Mosel-Steillagen Dauerthemen? Pfalz, Rheinhessen, Mosel, Ahr, Nahe und Mittelrhein gehören alle zu diesem Bundesland. Das Welterbe Oberes Mittelrheintal mit seinen Burgen zieht Bustouristen aus der halben Welt an. Und der Flughafen Hahn im Hunsrück ist trotz Schrumpfkurs immer noch ein Faktor für die regionale Hotellerie.

DEHOGA Rheinland-Pfalz: Zahlen & Fakten

Die Geschäftsstelle liegt in Bad Kreuznach. Der Sitz ist kein Zufall: Bad Kreuznach liegt zentral zwischen Pfalz, Rheinhessen, Nahe und Hunsrück, gut erreichbar für Mitglieder aus allen Landesteilen. Mainz wäre die politische Adresse, Bad Kreuznach ist die operative.

Hauptgeschäftsführer ist Gereon Haumann, seit vielen Jahren im Amt. Haumann ist die feste Stimme des Verbandes in Interviews, Pressemitteilungen und Branchentreffs. Er kommentiert regelmäßig die großen Politikthemen: Mehrwertsteuer auf Speisen, Fachkräftemangel, Energiekosten und die Lage im Weintourismus. Aus dem Kreis der Landesverbände zählt er zu den bundesweit lautesten Akteuren, was Rheinland-Pfalz in der DEHOGA-Bundesarbeit ein hohes Gewicht gibt.

Der Verband zählt rund 8.000 bis 10.000 Mitgliedsbetriebe. Die Spannbreite hängt vom Stichtag ab und davon, ob Strausswirtschaften, Winzer-Schänken und Saisonbetriebe mitgezählt werden. Getragen wird die Mitgliedschaft von einer ungewöhnlichen Mischung: klassische Stadthotels in Mainz, Koblenz, Trier und Kaiserslautern, Sternegastronomien in Pfalz und an der Mosel, Burgen- und Schlosshotels im Rheintal, dazu tausende kleine Familienbetriebe in Dörfern, die ohne Wein-Tourismus nicht überleben würden.

Strukturell ist der Landesverband in mehrere Bezirksverbände gegliedert. Pfalz, Rheinhessen, Mosel, Nahe-Hunsrück, Mittelrhein-Eifel und Westerwald sind die wichtigsten Bezirksstellen. Sie sind Ansprechpartner vor Ort, organisieren Stammtische, Schulungen und Pressetermine. So bleibt der Landesverband nah an den Mitgliedern, ohne dass jeder Wirt nach Bad Kreuznach pendeln muss.

Aufgaben & Schwerpunkte

Die Aufgabenliste ist breit. Im Mainzer Landtag lobbyiert der Verband für Hotellerie und Gastronomie. Themen sind Sperrzeitenregelungen, Tourismusförderung, Gewerbesteuerhebesätze, Auflagen für Aussenbestuhlung und der Umgang mit Weinfest-Genehmigungen. Rheinland-Pfalz ist hier ein eigenes Spielfeld, weil große Teile der Sommer-Wirtschaft an Festen wie Dürkheimer Wurstmarkt, Mainzer Weinmarkt oder Bad Dürkheimer Saumagen-Tagen hängen.

Weinfest-Tourismus ist Schwerpunktfeld Nummer eins. Von April bis Oktober jagt ein Fest das nächste. Der Wurstmarkt in Bad Dürkheim gilt als größtes Weinfest der Welt, das Mainzer Marktfrühstück zieht jedes Wochenende tausende Besucher, und entlang der Pfälzer Weinstraße öffnen über 130 Winzer ihre Höfe. DEHOGA Rheinland-Pfalz verhandelt mit Gemeinden, Tourismusverbänden und der Pfalzwein-Werbung über Auflagen, Sicherheitskonzepte und einheitliche Standards.

Burgentourismus ist Schwerpunkt zwei. Das Welterbe Oberes Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz lebt von Burgen, Schlossrestaurants und Schiffstourismus. Die Marksburg, Burg Rheinfels, Schloss Stahleck und die Loreley sind feste Reisemotive. DEHOGA vertritt die dortigen Hotels und Restaurants in Fragen von Denkmalschutz-Auflagen, Bus-Stellplätzen und Saisonkalender.

Mosel-Steillagen sind ein dritter Bereich, in dem Verband und Politik zusammenarbeiten. Die Steillagen zwischen Trier und Koblenz prügen das Landschaftsbild und tragen die hochwertige Mosel-Rieslingproduktion. Klima, Hangrutschungen und der Arbeitskräfte-Mangel im Steilhang sind Dauerthemen. Ohne Winzer keine Mosel-Gastronomie, deshalb ist der Verband eng mit dem Weinbauverband Mosel verzahnt.

Bürokratiekritik gehört ebenfalls zum Kerngeschäft. Wirte beklagen lange Genehmigungswege für Aussenflächen, uneinheitliche Praxis zwischen Mainz, Koblenz und Trier sowie schwere Auflagen für historische Gebäude. Der Verband sammelt Beschwerden, bringt sie ins Wirtschaftsministerium und arbeitet an Standardisierungen mit Rheinland-Pfalz Tourismus und den kommunalen Spitzenverbänden.

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DEHOGA Rheinland-Pfalz & Ausbildung

Ohne Nachwuchs läuft nichts, und der ist knapp. DEHOGA Rheinland-Pfalz arbeitet eng mit den IHKs Pfalz (Ludwigshafen), Koblenz und Trier zusammen. Diese drei Kammern decken das gesamte Bundesland ab und nehmen Zwischen- und Abschlussprüfungen ab. In den Prüfungsausschüssen sitzen Verbandsvertreter, Hoteliers und Sterne-Köche. Das hält den Draht zur Praxis und gibt jungen Leuten realistische Anhaltspunkte.

Berufsschulen mit gastronomischem Schwerpunkt liegen unter anderem in Bad Dürkheim, Bad Neuenahr, Koblenz, Trier und Mainz. Bad Dürkheim und Bad Neuenahr sind dabei klassische Hotelfachschulen-Standorte mit langer Tradition. Hotelfachfrau, Restaurantfachmann, Koch und Hotelkaufmann werden hier dual ausgebildet.

Ein Sonderprofil ist die Sommelier- und Weinservice-Ausbildung. Wer in Rheinland-Pfalz Restaurant-Service lernt, kommt am Wein nicht vorbei. Sechs Anbaugebiete bedeuten sechs Stilistiken, von trockenem Pfälzer Riesling über Rheinhessen-Spätburgunder bis zu Ahrtal-Roten und Mosel-Auslesen. Die Spitzenhäuser zwischen Deidesheim und Trier bilden eigene Sommeliers aus, und der Verband begleitet diese Spezialisierung. Wer eine Karriere im Weinservice plant, hat in diesem Bundesland ein dichteres Praxisfeld als in jedem anderen.

Aktuelle Themen 2026

Vier Themen prügen die Agenda. Die MwSt-Debatte bleibt Dauerbrenner. Nach Rückkehr und erneuter Reduzierung auf 7 Prozent ringt die Branche um Planungssicherheit. DEHOGA Rheinland-Pfalz macht in Mainz und Berlin Druck, dass der reduzierte Satz dauerhaft bleibt, weil die Margen in ländlichen Weinregionen sonst kippen.

Weinabsatz und Klima sind die zweite Großbaustelle. Der deutsche Weinkonsum sinkt seit Jahren, junge Generationen trinken weniger und anders. Gleichzeitig verschiebt der Klimawandel die Reifezeiten, und Spätburgunder, Cabernet und Merlot drängen in Lagen, in denen früher nur Mueller-Thurgau wuchs. DEHOGA und Weinbauverbände arbeiten an gemeinsamen Vermarktungslinien, damit Pfälzer und Mosel-Weine sichtbar bleiben, auch wenn das Glas auf dem Tisch kleiner wird.

Ahrtal-Wiederaufbau ist Schwerpunkt drei. Die Flutkatastrophe im Juli 2021 hat das Ahrtal in Teilen zerstört, Hotels, Restaurants und Winzerbetriebe in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Dernau, Mayschoss und Altenahr standen unter Wasser. Der Wiederaufbau läuft seit fünf Jahren, viele Betriebe sind zurück, andere nicht. DEHOGA Rheinland-Pfalz begleitet Mitglieder bei Förderanträgen, Versicherungsfragen und beim Marketing für die Rückkehr der Gäste. Steinheuers Restaurant Zur Alten Post in Bad Neuenahr ist ein sichtbares Beispiel für die Resilienz der Sterne-Szene im Tal.

Fachkräftemangel ist die vierte Baustelle. Rheinland-Pfalz hat ähnlich wie der Rest der Republik viele unbesetzte Stellen in Service, Küche und Empfang. Der Verband wirbt für vereinfachte Anerkennungsverfahren ausländischer Abschlüsse, schnellere Visaverfahren und mehr Werbung für die klassischen Gastroberufe. Querschnittsthemen sind Energiepreise, Digitalisierung, Bürokratieabbau und der schrumpfende Hahn-Airport im Hunsrück, der trotz Krise immer noch Hotel- und Catering-Geschäft im Umland trägt.

RLP Sterne-Gastronomie

Die Sterne-Dichte in Rheinland-Pfalz ist eine eigene Geschichte. Die Pfalz gilt seit Jahrzehnten als eine der Hochburgen der deutschen Spitzenküche. Schwarzer Hahn im Deidesheimer Hof trägt eine lange Tradition als Sterne-Adresse und ist eine der ersten Stationen, wenn man Pfälzer Hochküche aufzählt. Le Val d'Or auf Schloss Stromberg unter der Familie Gauls ist ein zweites Schwergewicht und verbindet Sterne-Niveau mit Burgenkulisse.

An der Mosel prägt Trier-Olewig mit Becker's das Bild der Sterne-Szene, betrieben von der Familie Becker. Im Mittelmoselort Piesport führt das Schanz Restaurant in der Familie eine eigene Linie, geprägt von Mosel-Riesling und regionaler Produktwelt. Wer flussabwärts Richtung Koblenz fährt, findet weitere ausgezeichnete Häuser, die saisonal mit Wein aus der unmittelbaren Nachbarschaft arbeiten.

Im Ahrtal trägt Steinheuers Restaurant Zur Alten Post in Bad Neuenahr-Heppingen mit zwei Sternen einen festen Platz auf der Sterne-Landkarte Deutschlands. Hans Stefan Steinheuer und Christian Binder haben dort eine Linie etabliert, die nationale und internationale Gäste anzieht. Nach der Flut 2021 stand der Wiederaufbau im Vordergrund, das Haus ist heute wieder voll funktionsfähig.

Rheinhessen, Nahe und Mittelrhein ergänzen das Bild mit weiteren Sternehäusern, Top-Adressen ohne Stern und einer dichten Szene von Winzergastronomien, die mit Sterne-Niveau gegenseitig konkurrieren. Diese Konstellation, sechs Anbaugebiete plus Sterne-Dichte plus Burgentourismus, gibt es nur hier. Wer im deutschen Gastgewerbe Karriere mit Wein-Schwerpunkt machen will, kommt an Rheinland-Pfalz schwer vorbei.

DEHOGA Rheinland-Pfalz Standorte

Zentraler Anlaufpunkt ist die Geschäftsstelle in Bad Kreuznach. Dort finden Mitgliederversammlungen, Pressetermine und Beratungen statt. Die Bezirksverbände in Pfalz, Rheinhessen, Mosel, Nahe-Hunsrück, Mittelrhein-Eifel und Westerwald ergänzen das Bild und sorgen dafür, dass Mitglieder auch in entlegenen Lagen einen erreichbaren Ansprechpartner haben.

Über das Jahr verteilt organisiert der Verband mehrere feste Veranstaltungen: Mitgliederversammlungen, Ehrungen langjähriger Betriebe, Branchentreffs zu Recht, Tarif und Marketing. Das Ehrenamt trägt einen großen Teil dieser Arbeit, vom Vorsitzenden eines Bezirksverbands bis zum Prüfungsausschussmitglied bei der IHK.

Eine zweite Achse ist die Zusammenarbeit mit Rheinland-Pfalz Tourismus, der Pfalzwein-Werbung, der Mosel-Wein-Werbung und den regionalen DMOs. Wein und Gastronomie werden gemeinsam vermarktet, und der Verband sitzt bei vielen Kampagnen mit am Tisch. Hinzu kommen feste Termine wie der Tag der offenen Weinkeller, das Pfälzer Saumagen-Wochenende oder Mosel-Weinwochen, bei denen DEHOGA-Mitglieder die gastronomische Infrastruktur stellen.

DEHOGA Rheinland-Pfalz & Partnersuche

Wer in der rheinland-pfälzischen Gastronomie arbeitet, hat einen klar getakteten Lebensrhythmus. Weinfest-Saison von April bis Oktober ist Dauerlauf: Wurstmarkt, Mainzer Weinmarkt, Mittelrhein-Weinwoche, Mosel-Weinfeste, Wein- und Winzerfeste in der Pfalz. In dieser Zeit sind Wochenenden komplett verplant, freie Tage liegen wochentags, und der Beziehungsalltag verschiebt sich.

Eine Besonderheit im Land sind Winzer-Gastronomie-Doppelbetriebe. Viele Familien führen Weingut und Strausswirtschaft oder Hotel parallel. Wer einen Winzer oder eine Gastronomin aus so einem Doppelbetrieb daten will, muss verstehen: Beruf und Familie sind verschmolzen, der Hof ist Arbeitsplatz und Lebensmittelpunkt zugleich. Hotelfamilien im Rheintal, an der Mosel und in der Pfalz funktionieren ähnlich: Generationenbetriebe mit fester Rolle, oft mit Erbe-Frage im Hintergrund.

Trotzdem bietet das Land viel: Weinfeste sind klassische Match-Treffpunkte, weil Branchenleute aus Service und Küche dort regelmäßig zusammenkommen. Strausswirtschaften und Winzerstuben sind unter der Woche oft offener als große Stadthäuser. Wer ernsthaft sucht, sollte den Beruf als Vorteil sehen, nicht als Hindernis. Schau dir unsere Tipps zur Partnersuche in der Gastronomie an, lies, wie Sommelier sucht Frau in einer Weinregion konkret funktioniert, oder wie Wirt sucht Frau im Familienbetrieb läuft. Einen Schritt zurück zum bundesweiten Überblick findest du auf der DEHOGA Übersicht.

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Das Wichtigste

  • DEHOGA Rheinland-Pfalz sitzt in Bad Kreuznach und vertritt rund 8.000 bis 10.000 Mitgliedsbetriebe im Land.
  • Hauptgeschäftsführer ist Gereon Haumann, langjährige Stimme des Verbandes in Mainz und Berlin.
  • Sechs Weinanbaugebiete im Land: Pfalz, Rheinhessen, Mosel, Ahr, Nahe, Mittelrhein.
  • Schwerpunkte 2026: MwSt, Weinabsatz-Stütze, Klima und Mosel-Steillagen, Ahrtal-Wiederaufbau nach Flut 2021.
  • Sterne-Dichte: Schwarzer Hahn Deidesheim, Becker's Trier, Steinheuer Bad Neuenahr (2 Sterne), Schanz Piesport, Le Val d'Or Stromberg.
  • Ausbildungspartner: IHK Pfalz, Koblenz, Trier plus Berufsschulen Bad Dürkheim und Bad Neuenahr.

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Häufige Fragen

Tommy Honold — Autor beim Gastrosingles Magazin

Tommy Honold

Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte

Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.

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