Es ist Donnerstagabend im Trierer Sueden. In einer Lehrkueche stehen rund fuenfzehn Berufskoechinnen und Berufskoeche zusammen, einer pariert Rehruecken aus dem Hunsrueck, eine andere ruehrt eine Riesling-Schaumsosse aus Moselwein an, daneben besprechen zwei den Ablauf der naechsten Trier-Cup-Runde. Im Hintergrund laeuft die Planung fuer das naechste Seminar mit Auszubildenden aus dem zweiten Lehrjahr. Vereinsabend im Verein der Koeche Trier e.V.
Trier ist als aelteste Stadt Deutschlands UNESCO-Welterbe-Standort mit Porta Nigra, Kaiserthermen und Konstantinbasilika und gleichzeitig Zentrum einer Gastronomie-Region, die von der Eifel bis ins Saarland und von der Mosel bis in den Hunsrueck reicht. Wer hier in einer professionellen Kueche steht, kocht in einer Welt aus Antike-Tourismus, Mosel-Riesling, Eifel-Wildbret, Hotel-Bankett und einer dichten Gastronomie-Szene mit gehobenen Adressen.
Gruendung 1978 und Struktur des Zweigvereins 607
Der Verein der Koeche Trier e.V. wurde am 22. August 1978 gegruendet und ist als Zweigverein 607 im VKD-Landesverband West organisiert. Der Landesverband West buendelt Zweigvereine aus Mainz, Mosel, Nahetal, Suedpfalz, Saarland, Trier, Mannheim, Koblenz, Rhein-Ahr und Suedwestpfalz. Trier ist innerhalb dieser Struktur der zentrale Anker fuer die Grenzregion zu Luxemburg und Frankreich.
Mit rund 180 Mitgliedern aus Eifel, Saar, Hunsrueck und Mosel ist der Verein einer der mitgliederstarken Zweigvereine im LV West. 1. Vorsitzender ist Andreas Becker, der den Verein nach aussen vertritt und die enge Anbindung an Landesverband und Schwesterzweigvereine pflegt. Die Vereinsseite koeche-trier.de ist die zentrale Anlaufstelle, Vorstandswahlen erfolgen laut VKD-Statut regelmaessig per Mitgliederversammlung.
Gastronomie-Szene zwischen Mosel und Eifel
Die Gastronomie traegt den Verein, weil ihre Bandbreite eigenstaendig ist. Trier selbst hat eine dichte Innenstadtgastronomie mit gehobenen Adressen wie Restaurant Schroeder und Hotel-Restaurants in der Naehe von Porta Nigra und Hauptmarkt, die Tourismus, Geschaeftsreise und einheimische Stammkundschaft zugleich bedienen. Hotels rund um den Hauptbahnhof und entlang der Mosel uebernehmen Bankett- und Tagungs-Operationen, ein eigener Schwerpunkt liegt auf Hochzeiten und Festessen im traditionellen Rahmen.
Direkt vor der Stadt beginnt das Moselweinanbaugebiet mit Steillagen-Riesling, Strausswirtschaften und Weinguts-Restaurants. Westlich liegt die Eifel mit Wildbret, Wandergasthaeusern und einer Tradition aus Bauernhof-Kueche und gehobenen Eifel-Landhotels. Im Sueden grenzt das Saarland an, im Norden der Hunsrueck. Diese Spannweite ist der Resonanzraum, in dem die Mitglieder des Vereins taeglich kochen und der die Fachthemen der Vereinsabende bestimmt.

