Hamburger TV-Koch bewirbt sich als DFB-Küchenchef – und bekommt nicht einmal eine Absage.
Tim Mälzer und die DFB-Küche: Kein Gehör in Berlin
Die WM 2026 läuft seit dem 11. Juni in den USA, Kanada und Mexiko. Die deutsche Mannschaft ist dabei – mit Küchenchef, Trainerstab und Betreuungsteam. Tim Mälzer nicht. Obwohl er es versucht hat.
Der Hamburger TV-Koch und Kitchen Impossible-Moderator hat sich nach eigenen Angaben für den Posten des DFB-Küchenchefs beworben. Das Ergebnis war eindeutig: Er wurde gar nicht in Betracht gezogen. Keine Rückmeldung, keine Absage – einfach Stille.
Mälzers Erklärung: „Ich laber' zu viel"
Wenn Tim Mälzer über sein Scheitern beim DFB spricht, tut er es mit seiner typischen Direktheit. „Ich laber' zu viel", sagt er – und bringt damit auf den Punkt, was ihn als TV-Persönlichkeit ausmacht und offenbar beim Verband nicht ankam.
Ob das wirklich der Grund war, warum der DFB seine Bewerbung nicht beantwortet hat, bleibt offen. Der Verband kommuniziert seine Personalentscheidungen bei der Mannschaftsbetreuung grundsätzlich nicht öffentlich. Tim Mälzer hat damit eine kuriose Situation: Er setzt sich ans Mikrofon und erklärt, warum er nicht Küchenchef wurde – für eine Position, die offiziell kaum jemand kennt.
Kein Neuling beim Thema DFB-Küche
Tim Mälzer hat sich zur Verpflegung der Nationalmannschaft schon früher geäußert. 2024 kritisierte er in einer TV-Sendung die Küchenqualität des DFB öffentlich und unmissverständlich. Die Botschaft war klar: Er hätte das besser gemacht.
Die Bewerbung als DFB-Koch ist damit eine logische Konsequenz. Wer kritisiert, sollte liefern können. Den Beweis hat Mälzer in diesem Fall nicht bekommen.
Was das über den TV-Koch sagt
Tim Mälzer eröffnete 2009 die Bullerei in Hamburg – kein Sterne-Restaurant, sondern ein bodenständiges Nachbarschaftslokal. Sein Profil als TV-Koch und Kitchen Impossible-Host hat er seither bewusst gegen den klassischen Promiköche-Habitus gestellt: direkt, ungeschminkt, lieber einen Fehler zugeben als souverän wirken.
Die DFB-Episode passt dazu. Er hat sich beworben, wurde ignoriert, und erzählt es selbst – ohne sich besser darzustellen, als es war. Das ist bei Promiköchen keine Selbstverständlichkeit.
Zur WM 2026 kocht Mälzer inzwischen für sein eigenes Publikum: In der Bullerei bietet er WM-Public-Viewing an. Wer in der Gastrobranche arbeitet und nach Menschen mit ähnlichem Alltag sucht, findet bei der Partnersuche für Köche gleichgesinnte Singles.

Tommy Honold
Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte
Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.