Foto: Management Töne Stallmeyer GmbH / Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0
Das Handy am Kinderwagen, das Tablet auf dem Rücksitz: Beim Thema Steffen Henssler Handykonsum von Kindern kocht der Fernsehkoch hoch. In seinem Podcast sagt er, wen er in der Pflicht sieht.
Steffen Henssler Handykonsum: „Eltern haben Verantwortung“
In seinem Podcast „Runde Nummer“ übt Steffen Henssler deutliche Kritik an Eltern, die ihren Kindern früh Smartphones und andere digitale Geräte überlassen. In der Folge „Der Fluch von Instagram“ spricht er darüber mit seinem Bruder Peter Henssler. Der TV-Koch redet sich dabei regelrecht in Rage, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.
Besonders stört ihn, dass schon Kinder mit sieben, acht oder neun Jahren eigene Handys oder Smartwatches bekommen. Sein Urteil ist eindeutig: „Eltern haben Verantwortung dafür.“ Auch die Begründung mancher Eltern, sie wollten jederzeit wissen, wo ihr Nachwuchs ist, lässt er nicht gelten. „Alter, du hast es in die Schule gebracht, wo soll es denn sein?“, empört er sich. Und gibt zu: „Ich kriege schon Puls!“
Dabei geht es ihm nicht um ein bestimmtes Mindestalter. Henssler kritisiert, dass Kinder durch die ständige digitale Unterhaltung seltener lernen, sich selbst zu beschäftigen. „Langeweile bringt erst die Kreativität“, ist er überzeugt.
„Das ist echt ein Riesenthema“
Als Gegenbild erinnert er sich an die eigene Kindheit: Früher habe man an der Bushaltestelle Menschen und Autos beobachtet oder sich eigene Spiele ausgedacht. Auch lange Autofahrten seien eine Gelegenheit gewesen, die Umgebung wahrzunehmen. Heute greifen laut Henssler viele Menschen an der Haltestelle, im Bus oder auf dem Rücksitz sofort zum Smartphone.
Besonders kritisch sieht er Bildschirme im Auto. Viele Eltern wollten ihre Ruhe haben, während das Kind auf ein Tablet oder einen eingebauten Monitor schaue. Dabei gehe eine Lernerfahrung verloren: Wer als Kind mitfährt, entwickle unterbewusst ein Gefühl für den Straßenverkehr. Er habe von Fahrlehrern gehört, die sich wundern, wie schlecht manche Fahrschüler Situationen einschätzen. „Das ist echt ein Riesenthema, da kann ich mir auch richtig ein bisschen in Rage reden, auch mit Eltern“, sagt Henssler.
Auch Eltern, die den Kinderwagen schieben und dabei aufs Handy schauen, sieht er kritisch. Er vermutet, dass dadurch wichtige Momente zwischen Eltern und Kind verloren gehen. Bruder Peter räumt ein, selbst gemerkt zu haben, wie das Smartphone „einen jetzt schon beeinflusst“. Steffen Hensslers Fazit: „Es ist wirklich die härteste Droge von allen.“
Das Wichtigste im Überblick:
- Henssler kritisiert im Podcast „Runde Nummer“ eigene Handys und Smartwatches für Sieben- bis Neunjährige
- Für ihn liegt die Verantwortung bei den Eltern
- Seine Begründung: Langeweile fördert Kreativität, Bildschirme im Auto nehmen Lernerfahrung
- Sein Fazit zum Smartphone: „die härteste Droge von allen“
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Tommy Honold
Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte
Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.