Mitte September stellte sich der neue Mann dann direkt vor: „Unser neuer Restaurantleiter, Bernd Großschädl, stellt sich unseren Gästen & der Community vor", schrieb das Haus am 16. September 2026.
Warum der Gastgeber über den Abend entscheidet
Bei Tohru Nakamura ist die Position keine Nebenrolle. Nach Angaben des Restaurants werden pro Abend nur 27 Gäste empfangen – „um sicherzustellen, dass jedes Detail perfekt ist". Ein Menüabend dauert dort rund 3,5 Stunden.
27 Gäste, dreieinhalb Stunden: Das ist weniger ein Restaurantbetrieb als eine Choreografie. Wer in so einem Haus den Service führt, entscheidet mit darüber, ob aus einem teuren Essen ein Abend wird, über den man noch Jahre später redet.
Tohru Nakamura: Eine Küche zwischen drei Kulturen
Das Haus beschreibt seinen Stil als „einzigartige Verbindung aus japanischer, deutscher und französischer Küche", die die vielfältige Herkunft des Küchenchefs widerspiegelt. Nakamura, Sohn eines japanischen Vaters und einer deutschen Mutter, hat daraus eine eigene Handschrift entwickelt.
Der Ort passt dazu: Tohru in der Schreiberei liegt in einem der ältesten Gebäude Münchens, dessen Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Ein denkmalgeschütztes Haus, in dem sich das Restaurant im ersten Stock befindet.
Dass Tohru Nakamura ausgerechnet jetzt die Serviceleitung neu besetzt, ist kein Krisensignal, sondern das Gegenteil: ein Haus auf diesem Niveau kann sich keine Lücke am Gast leisten.
Das Wichtigste im Überblick:
- Bernd Großschädl ist neuer Restaurantleiter des Drei-Sterne-Restaurants Tohru in der Schreiberei
- Er übernahm die Aufgabe nach der Sommerpause und verantwortet künftig den Service
- Zuvor war er unter anderem Operations Director der Münchner Grapes Weinbar
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