Hamburgs bekanntester TV-Koch stand am Montagabend nicht am Herd, sondern auf der Terrasse seiner Bullerei in der Sternschanze. Tim Mälzer hatte sein Restaurant für Fußballfans geöffnet, die das WM-Sechzehntelfinale der deutschen Nationalmannschaft live sehen wollten. Es wurde ein bitterer Abend.
Bullerei statt Fanfest: Mälzers Lösung für Hamburg
Hamburg richtet im Sommer 2026 kein offizielles WM-Fanfest auf dem Heiligengeistfeld aus. Die Stadt hat auf eine Großveranstaltung verzichtet. Tim Mälzer sprang in seinem Rahmen ein. Die Bullerei-Terrasse in der Sternschanze öffnete für mehrere Spiele der Nationalmannschaft, mit einer HD-Leinwand, einem Getränkestand mit frisch gezapftem Bier und einem Foodtruck.
Das Setup war bodenständig. Tischreservierungen ab einer Stunde vor Anpfiff, Stehplätze für alle anderen. Mälzer kocht seit Jahren in der Sternschanze. Die Bullerei, 2009 in einem alten Schlachthofgebäude eröffnet, ist sein bekanntestes Hamburger Restaurant.
29. Juni 2026: Die Nacht des Elfmeterschießens
Was in Foxborough, Massachusetts passierte, lässt sich nüchtern erzählen. Deutschland gegen Paraguay, WM-Sechzehntelfinale, Anpfiff 22:30 Uhr Ortszeit. Paraguay führte früh, Kai Havertz glich in der 54. Minute aus. Es blieb 1:1, nach 90 Minuten, auch nach 120. Dann Elfmeterschießen. Manuel Neuer hielt einen Versuch. Jonathan Tah schoss seinen Ball weit über das Tor. Kai Havertz, der Ausgleichsschütze des Abends, scheiterte ebenfalls. Paraguay gewann 4:3.
Paraguays Präsident Santiago Peña erklärte den Folgetag zum nationalen Feiertag. Kai Havertz nach dem Spiel: "Ich habe nicht viel zu sagen, mir fehlen die Worte." Die deutschen Tageszeitungen schrieben am nächsten Morgen vom "nächsten WM-Debakel".
Die Fans auf der Bullerei-Terrasse waren live dabei. Wer das Foto gesehen hat, die langen Gesichter bei der letzten Elfmeter-Sequenz, weiß: Das war kein gewöhnlicher Restaurantabend.







