Tim Raue gehört zu den wenigen deutschen Köchen, die Spitzengastronomie mit dauerhafter TV-Präsenz verbinden, ohne dabei an Schärfe zu verlieren. In der 15. Staffel von The Taste auf SAT.1 sitzt er erneut als Coach am Tisch, zusammen mit Steffen Henssler, Alexander Herrmann und Elif Oskan. Alle vier waren bereits in der Vorsaison dabei, und alle vier kommen wieder. Das ist bei einem Fernsehformat dieser Art nicht selbstverständlich.
The Taste Staffel 15: Was sich verändert, was bleibt
Die Dreharbeiten fanden in den Bavaria Studios in München statt. SAT.1 und Joyn planen die Ausstrahlung für Herbst 2026, ein konkreter Sendetermin ist noch nicht bekannt. Frühere Staffeln liefen von Oktober bis Dezember – das gibt eine Orientierung.
Das Format selbst bleibt beim Blind-Tasting-Prinzip: Kandidaten bereiten ein Gericht zu, das auf einem Löffel Platz hat. Die Coaches verkosten, ohne die Köche zu sehen. Wer überzeugt, wird ins Team geholt. Wer es ins Team schafft, kocht sich durch mehrere Runden bis zum Finale. Das Preisgeld beträgt 50.000 Euro, dazu gibt es ein Kochbuch. Moderiert wird The Taste weiterhin von Angelina Kirsch.
Was Tim Raue in das Format einbringt
Raue führt in Berlin das Zwei-Michelin-Sterne-Restaurant „Tim Raue", das regelmäßig unter den 50 besten Restaurants der Welt gelistet wird. Seine Küche ist asiatisch geprägt, präzise und ohne Kompromisse. Als Coach bei The Taste bringt er genau diese Haltung mit: Er bewertet ausschließlich das, was auf dem Löffel landet, nicht den Hintergrund des Kandidaten.
Das Blind-Tasting-Prinzip kommt Raues Küchenhaltung entgegen. Wer bei ihm bestehen will, kann sich nicht auf Persönlichkeit verlassen. Das unterscheidet ihn von Coaches, die lieber auf Energie und Ausstrahlung setzen.
Raue zwischen VOX und SAT.1
Tim Raue hat Kitchen Impossible auf VOX mitgeprägt. Er trat dort mehrfach gegen Tim Mälzer an und war einer der wenigen Gegner, die das Format nicht als reine Unterhaltungsshow behandelten. Nun ist er fest bei SAT.1 mit The Taste etabliert. Dazu betreibt er das kulinarische Konzept der Berliner Sphere im Fernsehturm. Das Bild ergibt: ein Koch, der Bühnen nicht sucht, aber sie auch nicht scheut.







