Bild: © gastrosingles.de (Symbolbild)
Alexander Herrmann hat in der Radio-Bremen-Talkshow „3nach9" ein Geheimnis aus seiner Jugend gelüftet – eines, das seine Familie bis heute nicht kannte und das zeigt, wie früh der spätere Sternekoch sein Gespür für Menschen entwickelt hatte.
Alexander Herrmann: Kofferträger mit System beim Bayreuther Festspiel
Der 54-jährige TV-Koch wuchs im elterlichen Hotelbetrieb in Bayreuth auf. Ein eigenes Zimmer, aber keine Privatküche, kein Wohnzimmer – er war vom ersten Tag an Teil des Betriebs. In der Richard-Wagner-Festspielzeit, wenn internationale Gäste aus aller Welt nach Bayreuth kamen, packte der junge Alexander mit an. Er schleppte Koffer. Und er tat das mit Methode.
„In der Richard-Wagner-Festspielzeit, wenn internationale Gäste angereist sind, habe ich Koffer getragen", erzählte Herrmann in der Talkshow. Doch was zunächst wie ein gewöhnlicher Ferienjob klingt, war für ihn längst ein kleines System. Wenn er die schweren Koffer der Damen trug und sie beim Absetzen leicht stöhnte, schauten die Frauen ihre Begleiter mitleidig an – und die gaben am Ende fünf Mark Trinkgeld. Ein Detail, das er in der Runde selbst zugab, dabei von sich enttäuscht klang.
Das Ergebnis: 300 bis 400 Mark pro Festspiel-Monat. Geld, das seine Familie, sein „Staat" wie er es nannte, nicht kannte.
Alexander Herrmann: Was er mit dem Geld kaufte
Pädagogisch wertvoll waren die Anschaffungen nicht – das räumte Herrmann selbst ein. Ninja-Wurfsterne, ein Rambo-Überlebensmesser. Die Freiheiten, die das heimliche Vermögen brachte, waren für ihn kostbar. Kleine Träume erfüllt, ohne jemanden fragen zu müssen.
Typisch für einen, der früh lernte, wie Betrieb, Gäste und Erwartungen funktionieren. Das Hotelleben prägte ihn – die Nähe zu Küche und Service formte den späteren Sternekoch, der laut Guide Michelin heute mit zwei Michelin-Sternen glänzt und als Juror in Formaten wie „The Taste" bekannt ist.
Alexander Herrmann: Vom Hotel in die Politik
Wer denkt, Herrmann beschränke sich auf Küche und TV-Studios, irrt. Nach den Kommunalwahlen in Bayern sitzt der TV-Koch jetzt im Kommunalparlament. Ein Engagement, das zeigt: Der Mann aus Bayreuth denkt in größeren Zusammenhängen als nur Menükarten.
Das Wichtigste im Überblick:
- Als Jugendlicher verdiente Herrmann 300–400 Mark pro Festspiel-Monat als Kofferträger
- Sein Stöhn-Trick beim Absetzen brachte systematisch höhere Trinkgelder
- Das Geld gab er für Ninja-Wurfsterne und ein Überlebensmesser aus
- Seine Familie wusste bis heute nicht davon
Mehr über Alexander Herrmann: wie er seinen Michelin-Stern-Rekord kommentierte und warum er die Bayreuther Taxisemmel liebt.
Weitere Promiköche-News: Promiköche-Übersicht auf gastrosingles.de.

Tommy Honold
Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte
Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.